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Datenschutzverordnung

CDU-Ratsfraktion veröffentlicht aus Versehen 900 Mailadressen

Die CDU-Ratsfraktion hat in einem Newsletter über das neue europäische Datenschutzgesetz informiert - und alle 900 Empfänger waren frei erkennbar.

Die CDU-Ratsfraktion hat in einem Newsletter über das neue europäische Datenschutzgesetz informiert - und alle 900 Empfänger waren frei erkennbar.

Hannover. Die CDU-Ratsfraktion hat aus Versehen alle E-Mails der rund 900 Abonnenten ihres Newsletters öffentlich gemacht. Besonders ärgerlich aus Sicht der Christdemokraten: In dem Rundschreiben ging es ausgerechnet um die neue europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai in Kraft tritt. Die Fraktion bat daher um die schriftliche Einwilligung, auch in Zukunft Newsletter an die jeweiligen Abonnenten verschicken zu dürfen. Die DSGVO habe „einige Konsequenzen für uns im Hinblick auf die Speicherung und Verarbeitung personenbezogener Daten“, heißt es in der Rundmail. „Zu personenbezogenen Daten zählen auch E-Mail-Adressen.“

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Hohn und Spott auf diese Mailpanne ließen nicht lange auf sich warten. Die Ratsfraktion der Satirepartei Die Partei bedankte sich sowohl auf Twitter als auch auf Facebook für den Rundbrief. „Vielen Dank für die Übersendung aller rund 900 Empfängeradressen noch so kurz vor dem Inkrafttreten der DSGVO“, schreibt die Fraktion. Darüber hinaus habe man die CDU über die genauen Inhalte der Verordnung unterrichtet. „Wir hoffen daher, in Zukunft weniger E-Mail-Adressen, aber weiterhin informative Mitteilungen zu erhalten.“

Die CDU-Ratsfraktion bedauert die Veröffentlichung der Adressen. „Wir können uns bei den Betroffenen einfach nur entschuldigen“, sagt Fraktionschef Jens Seidel. Der Fall zeige, wie sensibel man mit Daten umgehen müsse. Die Mitarbeiterin sei vor dem Absenden der Mail in der Zeile verrutscht und habe das Feld erwischt, in dem die Adressaten nicht versteckt werden. „Es war ein dummes Missgeschick, das garantiert nicht wieder passiert“, so Seidel.

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Von Peer Hellerling

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