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Konzert auf der Gilde Parkbühne

Das waren Sido und Savas in Hannover

Savas & Sido stehen bei der  „Royal Bunker“-Tour gemeinsam auf der Bühne.

Savas & Sido stehen bei der „Royal Bunker“-Tour gemeinsam auf der Bühne.

Hannover.Kann man als Rapper in Würde altern? Savas und Sido zumindest können es schon. Die beiden einst wichtigsten Rapper Deutschlands, haben jetzt auf der Gilde-Parkbühne ihr erstes gemeinsames Album „Royal Bunker“ vorgestellt, mit dem sie es 2017 auf Platz 1 der deutschen Charts schafften. Vor rund zwei Jahrzehnten haben die beiden unabhänging voneinander mit ihren Raps mit derben Texten die Charts erobert. „Und von dieser Zeit ihrer ersten Schritte im Musikbusiness rappen sie auch heute noch, auch wenn die Texte der alten Songs sich mit den, wie Sido es nennt, „reflektierteren Texten“ der neuen Songs die Waage halten an diesem Abend.

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Im Video-Einspieler auf der Parkbühne gibt es zunächst aber Bildern von den Anfängen der Berliner Hip-Hop-Pioniere. Und genau für Stücke aus diesen Anfangszeiten sind eine Vielzahl der 3400 Fans gekommen. So ist die Stimmung nur dann wirklich auf dem Höhepunkt, wenn Klassiker zu hören sind – etwa „LMS“ von Savas oder „Schlechtes Vorbild“ von Sido.

Doch Savas und Sido wollen auch ihre neuen Lieder promoten. „Royal Bunker“ heißt das gemeinsame Album. Der titelgebende „Royal Bunker“ war erst ein Café in Kreuzberg, dann ein Musiklabel, bei dem zahlreiche Deutschrapper unter Vertrag waren. Die Beats sind immer noch fett, der Flow stimmt auch noch – dennoch will der Funke bei den meisten neuen Songs nicht so richtig überspringen. Zumindest nicht bei dem Teil des Publikums, das mit den beiden Rappern gealtert ist.

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Dafür werden immer wieder die alten Stücke eingestreut – und am Ende werden noch die Rollen getauscht: Da steht dann Sido mit Krone und rotem Umhang und rappt „King of Rap“ von Savas und letzterer kommt mit der von der „Hitmaschine“ Sido schon längst abgelegten Maske auf die Bühne.

Es ist ein Abend, an dem sich ein Mittvierziger und ein Enddreißiger auf der Bühne selbst beweihräuchern – aber das mit einer großen Portion Selbstironie, sodass das Ganze doch wieder sympatisch wirkt. So kommt Sido nicht umhin, zu bemerken, dass sein Versuch, vom Publikum wieder auf die Bühne zu klettern, den ein oder anderen wohl an eine „dicke Seerobbe“ erinnert. Trotzdem steht für den Großteil der Fans fest: Da oben stehen wirklich „zwei der Besten, die es je taten. Zwei der Besten, die je gelebt haben“, wie sie sich in ihrem Lied „Haste nicht gesehen“ selbst beschreiben.

Von Lisa Malecha

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