Lister Platz

Deutschlands erster Drogeriemarkt schließt

Eigentlich sollte es schon Anfang des Jahres vorbei sein. Im Januar hing bereits ein Plakat im Fenster der ersten Rossmann-Filiale an der Jakobistraße, auf dem Interessenten für das Ladenlokal gesucht wurden. Doch dann hat es sich der Drogerie-Discounter noch einmal anders überlegt, das Schild verschwand, die erste Filiale des erfolgreichen Unternehmers aus Großburgwedel blieb.

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Nun ist es aber endgültig vorbei mit der Nostalgie. Die Regale sind bereits fast leer geräumt, seit einer Woche schon gibt es 25 Prozent Rabatt auf alle Artikel. „Am kommenden Sonnabend ist definitiv der letzte Tag“, sagt Bettina Wulff von der Rossmann-Pressestelle. So schade das Aus für die Gründer-Filiale auch sei, Größe und Standard des Geschäftes seien einfach nicht mehr zeitgemäß. Mit gut 200 Quadratmetern platzt der am 17. März 1972 eröffnete Drogeriemarkt längst aus allen Nähten; moderne Filialen haben mehr als das Doppelte an Fläche. „Außerdem gibt es auf der Lister Meile ja noch zwei weitere Rossmann-Filialen“, betont Wulff.

Mitarbeiter und Kunden des Ladens am Lister Platz sind dennoch enttäuscht über die geplante Geschäftsaufgabe. „Wir haben immer geglaubt, dass diese Filiale bleibt, aber die Konkurrenz auf der Meile mit dem großen DM-Markt ist wohl doch zu groß“, sagt eine Mitarbeiterin.

Mit dem Auszug von Rossmann erhöht sich der Leerstand in diesem Teil der Jakobistraße. Vor Kurzem ist auch die benachbarte „Chocolateria“ ausgezogen. Kaum länger als ein Jahr wurden hier edle Schokoladen im angeschlossenem Café verkauft. Ein feines Konzept, das die Lister aber offensichtlich nicht angenommen haben. Ein Nachmieter für die beiden Ladenlokale ist derzeit noch nicht in Sicht.

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Das Gleiche gilt für die benachbarte Lister Lounge. Das Sorgenkind an der Ecke Edenstraße / Jakobistraße steht jetzt schon wieder fast zwei Jahre leer, nachdem verschiedene Konzepte zur Wiederbelebung nach nur kurzer Zeit gescheitert waren. Aktuell steht die rund 1000 Quadratmeter große Passage komplett leer, zuletzt waren noch eine Sportsbar an der Ferdinand-Wallbrecht-Straße und ein Döner-Imbiss an der Seite zur Edenstraße in Betrieb. Seit Anfang 2009 ruhen aber auch diese Geschäfte, wenngleich die Einrichtungen noch in den Läden stehen.

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