Ausstellung im HCC

Die größten Vogelspinnen der Welt in Hannover

Foto: Eine Vogelspinne auf der Hand.

Eine Vogelspinne auf der Hand.

Hannover. Alia hat Angst. Das erkennt man an ihren Augen, auch an ihrer abwehrenden Körperhaltung. Acht Jahre ist die Schülerin alt, und eine Vogelspinne hat sie noch nie in die Hand genommen. Doch Mutter Anika Vas redet ihr gut zu, also geht die junge Vinnhorsterin das Risiko ein und lässt sich von Renaldo Neigert ein sieben Zentimeter langes Exemplar der chilenischen Art „Grammostola porteri“ auf die Innenhandfläche legen. Und dann entspannt sich Alia, nach und nach. „Das fühlt sich haarig an“, meint sie, „und es kitzelt.“ Ermöglicht hat diese unheimliche Begegnung der besonderen Art die Spinnen- und Insektenausstellung, die derzeit im Hannover Congress Centrum (HCC) zu sehen ist.

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400 Tiere sind in der Wanderausstellung zu bestaunen, die Hälfte lebendig, die andere Hälfte präpariert. Gespenstschrecke und Gottesanbeter, Skorpion und Riesenachatschnecke, Palmendieb-Krabbe und Riesentausendfüßler (der doch nur 200 Beine hat) - sie alle ziehen die Aufmerksamkeit der zahlreichen Besucher in zwei HCC-Sälen auf sich. Und dann sind da natürlich die vielen Vogelspinnen-Arten, an der Spitze der Star der Werbung: die größte Vogelspinne der Welt. Mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern kann die Venezuela-Riesenvogelspinne aufwarten, und sie frisst neben Heuschrecken auch gerne Mäuse. Der haarige Achtbeiner zählt zu den Bombardierspinnen, und seine Brennhaare sind besonders aggressiv. Wird das Tier angegriffen, schleudert es dem Widersacher eine Wolke dieser Reizhaare entgegen, die sogar bei Menschen zu tagelangen Beschwerden führen können.

Info

Die Spinnen- und Insektenausstellung im HCC (Theodor-Heuss-Platz 1) ist noch bis Ostermontag, 17. April, geöffnet, jeweils von 10 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 7 Euro Eintritt, Kinder 5 Euro.

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Auch die siebenjährige Mariella aus Limmer nimmt eine Vogelspinne aus der friedfertigen Sippe Grammostola in die Hand, Oma Teresina Heidel lässt das Tierchen sogar über ihr Gesicht krabbeln. „Ich will auch so eine Spinne, ich will ein Terrarium haben“, lässt sie die Enkelin wissen. Doch die Eltern winken ab - man muss den Kindern ja nicht jeden Wunsch erfüllen.

Seit mehr als sieben Jahren tingelt Renaldo Neigert mit seinen Terrarien durch Deutschland, Österreich und die Schweiz, jedes Wochenende stellt er seine Tierchen aus. Im sechs Meter langen Anhänger ist es immer 23 Grad warm, herrschen immer 75 Prozent Luftfeuchtigkeit. „Noch nie“, versichert der 37-Jährige, „ist bei meinen Ausstellungen ein Besucher gebissen worden oder ein Tier abhanden gekommen.“ Mit den richtig gefährlichen Spinnenarten würden Alia oder Mariella aber auch niemals in Kontakt kommen - die lässt Neigert nicht heraus aus ihren gläsernen Gefängnissen.

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