Drachenbootfestival

142 Mannschaften paddeln auf dem Maschsee um die Wette

Bei Sonne und viel Wind beginnt am Sonnabend das traditionelle Drachenbootfestival auf dem Maschsee.

Bei Sonne und viel Wind beginnt am Sonnabend das traditionelle Drachenbootfestival auf dem Maschsee.

Hannover. Muskelbepackte Männer und Frauen marschieren mit konzentriertem Blick zum Steg und klettern ins schwankende Boot. Ein paar Meter weiter stehen hünenhafte Männer mit Bärten im Kreis und kippen das erste Bier. Es ist Sonnabend, 9 Uhr morgens, Drachenbootfestival auf dem Maschsee. „Das ist das Besondere an der Veranstaltung: Fun- und Leistungssportler treten gemeinsam an und feiern auch gemeinsam“, sagt Karl-Heinz Seemann, Vorsitzender des Hannoverschen Kanu-Clubs.

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18 Paddler, ein Trommler, ein Steuermann

Der Verein richtet das Festival zum 25. Mal aus. Rund 3000 Sportler nehmen an der Regatta teil, 142 Mannschaften kämpfen um den Sieg auf verschiedenen Strecken. Am Sonnabend steht die Kurzstrecke über 200 Meter auf dem Programm, am Sonntag sind 500 Meter zu überwinden, am Montag dann die Langstrecke: 2000 Meter für die Freizeitsportler, 4000 Meter für die Leistungspaddler.

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18 Paddler sitzen im Boot, hinzu kommen Steuermann und ein Trommler. „Der ist eigentlich nur Dekoration“, sagt Seemann. Die Boote stellt der Verein, auch die Steuermänner kommen aus dem Kanuclub. „Steuern will gelernt sein, insbesondere bei dem windigen Wetter“, sagt Seemann. Der böige Wind am Sonnabend könne manchen Freizeitpaddlern Probleme bereiten, vermutet er, vor allem beim Start. „Wenn die Boote erstmal Fahrt aufgenommen haben, ist es halb so schlimm“, sagt Seemann. Abends feiern die Sportler in der Swiss Life Hall. „Es spielen Bands, und es gibt zum Jubiläum eine Überraschung“, sagt der Vereinschef. Wie diese aussieht, will er nicht verraten.

„Das ist ein animalischer Sport – wie bei den Wikingern“

Für Funsportler Alexander Koll folgt das Drachenbootfestival einem klaren Rhythmus. „Eine Minute Vollgas, dann fünf Stunden trinken“, sagt der Hüne grinsend. Sein Drachenboot-Team hat sich den Namen „Quick & Dirty“ gegeben. „Das ist ein animalischer Sport, wie bei den Wikingern“, sagt Koll. Dennoch will er mit seinem Team nicht nur feiern. „Wir sind hoch motiviert und wollen in unserer Sparte gewinnen“, sagt Trainer Simon Gruhlich.

Claudia Mack ist seit 15 Jahren mit ihrem Team aus Minden dabei. „Das Drachenbootfestival auf dem Maschsee hat bei uns einen festen Platz im Kalender“, sagt sie. Perfekt organisiert, super Stimmung und ein guter Einstieg in die Regatta-Saison sei die Veranstaltung. Mack und ihre Blue Eagles, wie sich die Mannschaft nennt, starten in der Leistungsklasse. „Wir trainieren zwei Mal in der Woche auf der Weser“, erzählt Mack. Wenn es im Wettkampf an den Start gehe, seien alle hoch konzentriert. „Und dann geben wir alles, bis wir nicht mehr können“, erzählt sie. Das gelte für jede Distanz, auch die Langstrecke.

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Von Andreas Schinkel

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