Ehrenamtspreis: Das sind die Kandidaten 2019

Jürgen Illmer – Einsatz für die Menschenwürde: Die Zahlen sind beeindruckend. Allein im Jahr 2017 wurden in der Kleiderkammer der Diakonie an der Berliner Allee 8 fast 20 Tonnen Kleidung an mehr als 9300 Bedürftige vergeben. Neben Decken, Handtüchern, Isomatten und Zelten wurde vor allem warme Kleidung ausgeteilt. In der Bekleidungsausgabe selbst sorgt Jürgen Illmer für menschliche Wärme. Ehrenamtlich engagiert sich der ehemalige Mitarbeiter des Jugendschöffengericht seit 2014, sortiert Spenden, richtet Regale und Kleidung her, ist Ansprechpartner für Bedürftige. „Das Engagement von Herrn Illmer sorgt dafür, dass Wohnungslose nicht in Lumpen durch die Stadt gehen müssen. In der Bekleidungsausgabe erhalten sie auch eine Portion Wertschätzung und Lebensqualität“, sagt der Leiter der Zentralen Beratungsstelle des Diakonischen Werk, Norbert Herschel. Ilmer selbst verweist auf ein Schild, das in der Kleiderkammer hängt. „Respekt und Würde ist Menschlichkeit“, ist darauf zu lesen. „Genau das bringen wir als Team den Menschen entgegen“, sagt der 73-Jährige. Kategorie Soziales und Mildtätiges, (01 37) 9 88 08 06 01
01 / 09

Jürgen Illmer – Einsatz für die Menschenwürde: Die Zahlen sind beeindruckend. Allein im Jahr 2017 wurden in der Kleiderkammer der Diakonie an der Berliner Allee 8 fast 20 Tonnen Kleidung an mehr als 9300 Bedürftige vergeben. Neben Decken, Handtüchern, Isomatten und Zelten wurde vor allem warme Kleidung ausgeteilt. In der Bekleidungsausgabe selbst sorgt Jürgen Illmer für menschliche Wärme. Ehrenamtlich engagiert sich der ehemalige Mitarbeiter des Jugendschöffengericht seit 2014, sortiert Spenden, richtet Regale und Kleidung her, ist Ansprechpartner für Bedürftige. „Das Engagement von Herrn Illmer sorgt dafür, dass Wohnungslose nicht in Lumpen durch die Stadt gehen müssen. In der Bekleidungsausgabe erhalten sie auch eine Portion Wertschätzung und Lebensqualität“, sagt der Leiter der Zentralen Beratungsstelle des Diakonischen Werk, Norbert Herschel. Ilmer selbst verweist auf ein Schild, das in der Kleiderkammer hängt. „Respekt und Würde ist Menschlichkeit“, ist darauf zu lesen. „Genau das bringen wir als Team den Menschen entgegen“, sagt der 73-Jährige. Kategorie Soziales und Mildtätiges, (01 37) 9 88 08 06 01

Klaus-Dieter Behringer – Die Kraft der gegenseitigen Hilfe: Klaus-Dieter Behringer war Handwerker bis er nach einem Unfall nicht mehr in seinem Beruf arbeiten konnte. Plötzlich fehlte ihm Struktur, und Behringer erkrankte psychisch. „Bis heute habe ich Angst davor, in ein Loch zu fallen“, sagt Behringer. Er fand Hilfe beim Verein Psychiatrie-Erfahrener Hannover. Die Selbsthilfeorganisation bietet Kontaktmöglichkeiten in einer Teestube an. „Dort können sich die Leute versorgen, unterhalten, am PC arbeiten. Es gibt Mal- und Musikgruppen“, erzählt Behringer, der sich schnell im Verein engagierte und erst in den Beirat und 2017 zum Vorsitzenden gewählt wurde. Als ehrenamtliches Mitglied der Ombudsstelle des Sozialpsychiatrischen Verbundes der Region vertritt er zudem die Interessen von Betroffenen. Außerdem engagiert sich Behringer in der Alzheimer Gesellschaft Hannover, die sich seit mehr als 25 Jahren um die Interessen von Demenzkranken kümmert. Der 66-Jährige begleitet Demenzkranke und hilft bei Fahrten mit Betroffenen und Angehörigen – zum Beispiel an die Ostsee. „Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig aufzufangen, wenn es einem schlecht geht.“ Dieses Gefühl sei sein Antrieb. „Es ist ein gutes Gefühl.“ Kategorie Soziales und Mildtätiges, (01 37) 9 88 08 06 02
02 / 09

Klaus-Dieter Behringer – Die Kraft der gegenseitigen Hilfe: Klaus-Dieter Behringer war Handwerker bis er nach einem Unfall nicht mehr in seinem Beruf arbeiten konnte. Plötzlich fehlte ihm Struktur, und Behringer erkrankte psychisch. „Bis heute habe ich Angst davor, in ein Loch zu fallen“, sagt Behringer. Er fand Hilfe beim Verein Psychiatrie-Erfahrener Hannover. Die Selbsthilfeorganisation bietet Kontaktmöglichkeiten in einer Teestube an. „Dort können sich die Leute versorgen, unterhalten, am PC arbeiten. Es gibt Mal- und Musikgruppen“, erzählt Behringer, der sich schnell im Verein engagierte und erst in den Beirat und 2017 zum Vorsitzenden gewählt wurde. Als ehrenamtliches Mitglied der Ombudsstelle des Sozialpsychiatrischen Verbundes der Region vertritt er zudem die Interessen von Betroffenen. Außerdem engagiert sich Behringer in der Alzheimer Gesellschaft Hannover, die sich seit mehr als 25 Jahren um die Interessen von Demenzkranken kümmert. Der 66-Jährige begleitet Demenzkranke und hilft bei Fahrten mit Betroffenen und Angehörigen – zum Beispiel an die Ostsee. „Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, ins Gespräch zu kommen und sich gegenseitig aufzufangen, wenn es einem schlecht geht.“ Dieses Gefühl sei sein Antrieb. „Es ist ein gutes Gefühl.“ Kategorie Soziales und Mildtätiges, (01 37) 9 88 08 06 02

Monika Waterholter – Engagement für Fairkauf: Vor knapp zwölf Jahren wurde das Sozialkaufhaus Fairkauf als gemeinnützige Genossenschaft gegründet. Seit der Eröffnung im Januar 2008 unterstützt Monika Waterholter ehrenamtlich das Konzept, Menschen wieder fit für das Arbeitsleben zu machen. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter geht es darum, Kollegen, Auszubildende und Praktikanten einzuarbeiten. Waterholter gibt Näh-, Strick- und Häkelkurse, ist Ansprechpartnerin für Kunden und motiviert ihre Kollegen. „Ich brauche diesen Austausch, denn ich möchte unter Menschen sein“, sagt die 77-Jährige. „Mir macht es auch Spaß, mein Wissen weiterzugeben.“ Daher arbeitet sie gern mit jungen Leuten oder Menschen mit Migrationshintergrund zusammen. Waterholter engagiert sich aber auch für die Stiftung Bahnsozialwerk und lädt regelmäßig Kinder zu Bastelstunden in den Ferien ein. Außerdem arbeitet sie Käthe-Kruse-Puppen zugunsten der Kinderkrebsstation in Bonn auf. Die Kollegen des Sozialkaufhauses möchten dieses Engagement nun mit dem Leinestern ehren. „Frau Waterholter ist ein großes Vorbild bezüglich bürgerschaftlichem Engagement für jedes Mitglied einer humanitären Gemeinschaft“, heißt es in der Bewerbung. Kategorie Soziales und Mildtätiges, (01 37) 9 88 08 06 03
03 / 09

Monika Waterholter – Engagement für Fairkauf: Vor knapp zwölf Jahren wurde das Sozialkaufhaus Fairkauf als gemeinnützige Genossenschaft gegründet. Seit der Eröffnung im Januar 2008 unterstützt Monika Waterholter ehrenamtlich das Konzept, Menschen wieder fit für das Arbeitsleben zu machen. In Zusammenarbeit mit dem Jobcenter geht es darum, Kollegen, Auszubildende und Praktikanten einzuarbeiten. Waterholter gibt Näh-, Strick- und Häkelkurse, ist Ansprechpartnerin für Kunden und motiviert ihre Kollegen. „Ich brauche diesen Austausch, denn ich möchte unter Menschen sein“, sagt die 77-Jährige. „Mir macht es auch Spaß, mein Wissen weiterzugeben.“ Daher arbeitet sie gern mit jungen Leuten oder Menschen mit Migrationshintergrund zusammen. Waterholter engagiert sich aber auch für die Stiftung Bahnsozialwerk und lädt regelmäßig Kinder zu Bastelstunden in den Ferien ein. Außerdem arbeitet sie Käthe-Kruse-Puppen zugunsten der Kinderkrebsstation in Bonn auf. Die Kollegen des Sozialkaufhauses möchten dieses Engagement nun mit dem Leinestern ehren. „Frau Waterholter ist ein großes Vorbild bezüglich bürgerschaftlichem Engagement für jedes Mitglied einer humanitären Gemeinschaft“, heißt es in der Bewerbung. Kategorie Soziales und Mildtätiges, (01 37) 9 88 08 06 03

Karin Stöver – Der Spaß an der Kulturarbeit: Der Stadtteil Mühlenberg wurde bis 1995 eher selten mit Kunst und Kultur in Verbindung gebracht. Dann schloss sich eine kleine Gruppe Kulturinteressierter zusammen, um eine Kleinkunstbühne zu gründen. Die sogenannte TamTam-Kleinkunstbühne lud zunächst in die IGS Mühlenberg, dann in das Bildungszentrum Weiße Rose. Heute bespielt das Team die Aula der Leonore-Goldschmidt-Schule. Zu jeder der acht Vorstellungen im Jahr kommen etwa 300 bis 500 Gäste. Sie erleben Kabarett- und Comedyabende, Magier und Puppenspieler. Seit 24 Jahren erleben die Gäste aber auch Karin Stöver. Die ehemalige Schulassistentin der IGS Mühlenberg ist von Anfang an dabei und kümmert sich noch heute um Programm, Öffentlichkeitsarbeit und die Abende selbst. „Es ist mein Hobby. Ich habe einfach eine große Affinität zur Kleinkunst“, sagt die 75-Jährige, die auch den Secondhandbasar des Kinderparks initiiert und über Jahre Seniorenabende der Kirchengemeinde betreut hat. Zehn Ehrenamtliche unterstützen sie bei den Kulturabenden. Stöver hält es mit einem Satz von Karl Valentin: „Kunst ist schön, macht aber Arbeit.“ Sie betont: „Genau diese Arbeit macht uns großen Spaß.“ Die vierfache Mutter hofft, viele andere Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Kategorie Kunst und Kultur, (01 37) 9 88 08 06 04
04 / 09

Karin Stöver – Der Spaß an der Kulturarbeit: Der Stadtteil Mühlenberg wurde bis 1995 eher selten mit Kunst und Kultur in Verbindung gebracht. Dann schloss sich eine kleine Gruppe Kulturinteressierter zusammen, um eine Kleinkunstbühne zu gründen. Die sogenannte TamTam-Kleinkunstbühne lud zunächst in die IGS Mühlenberg, dann in das Bildungszentrum Weiße Rose. Heute bespielt das Team die Aula der Leonore-Goldschmidt-Schule. Zu jeder der acht Vorstellungen im Jahr kommen etwa 300 bis 500 Gäste. Sie erleben Kabarett- und Comedyabende, Magier und Puppenspieler. Seit 24 Jahren erleben die Gäste aber auch Karin Stöver. Die ehemalige Schulassistentin der IGS Mühlenberg ist von Anfang an dabei und kümmert sich noch heute um Programm, Öffentlichkeitsarbeit und die Abende selbst. „Es ist mein Hobby. Ich habe einfach eine große Affinität zur Kleinkunst“, sagt die 75-Jährige, die auch den Secondhandbasar des Kinderparks initiiert und über Jahre Seniorenabende der Kirchengemeinde betreut hat. Zehn Ehrenamtliche unterstützen sie bei den Kulturabenden. Stöver hält es mit einem Satz von Karl Valentin: „Kunst ist schön, macht aber Arbeit.“ Sie betont: „Genau diese Arbeit macht uns großen Spaß.“ Die vierfache Mutter hofft, viele andere Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Kategorie Kunst und Kultur, (01 37) 9 88 08 06 04

Weiterlesen nach der Anzeige
Rudolf Linder – Der lyrische Wissensvermittler: Das Theatermuseum im Schauspielhaus bietet auf drei Etagen Platz für wechselnde Sonder- und Kabinettausstellungen. Aber vor allem bietet es Geschichte, die lebendig gehalten wird. Für diese lebendige Vermittlung steht Rudolf Linder. Seit zehn Jahren empfängt der 76-Jährige die Besucher des Museums, informiert zu aktuellen Ausstellungen und erzählt von Kunst und Künstlern. Und wenn zum Beispiel die Ausstellung „Heinz Erhardt –Privatier!“ eröffnet wird, steigt Linder auch schon mal auf die Vortragsbühne und rezitiert den Künstler fulminant. Die Vortragskunst pflegt Linder auch für den Kommunalen Seniorenservice Hannover, für den er regelmäßig als Vorleser in Altenzentren auftritt. Dabei trägt er auch selbst verfasste Geschichten und Gedichte vor. „Ich mag die Dichtkunst und die Gedichte von Kurt Tucholsky und Wilhelm Busch sehr.“ Linder findet es toll, für leichte und besinnliche Stimmung unter seinen Zuhörern zu sorgen – und so Wissen mit Humor zu vermitteln. „Das macht doch einfach Spaß!“ Kategorie Kunst und Kultur, (01 37) 9 88 08 06 05
05 / 09

Rudolf Linder – Der lyrische Wissensvermittler: Das Theatermuseum im Schauspielhaus bietet auf drei Etagen Platz für wechselnde Sonder- und Kabinettausstellungen. Aber vor allem bietet es Geschichte, die lebendig gehalten wird. Für diese lebendige Vermittlung steht Rudolf Linder. Seit zehn Jahren empfängt der 76-Jährige die Besucher des Museums, informiert zu aktuellen Ausstellungen und erzählt von Kunst und Künstlern. Und wenn zum Beispiel die Ausstellung „Heinz Erhardt –Privatier!“ eröffnet wird, steigt Linder auch schon mal auf die Vortragsbühne und rezitiert den Künstler fulminant. Die Vortragskunst pflegt Linder auch für den Kommunalen Seniorenservice Hannover, für den er regelmäßig als Vorleser in Altenzentren auftritt. Dabei trägt er auch selbst verfasste Geschichten und Gedichte vor. „Ich mag die Dichtkunst und die Gedichte von Kurt Tucholsky und Wilhelm Busch sehr.“ Linder findet es toll, für leichte und besinnliche Stimmung unter seinen Zuhörern zu sorgen – und so Wissen mit Humor zu vermitteln. „Das macht doch einfach Spaß!“ Kategorie Kunst und Kultur, (01 37) 9 88 08 06 05

Rita Achtelik – Ein Team für die Kunst: Der Verein Wettberger Kulturgemeinschaft Katakombe feiert in diesem Jahr schon 30-jähriges Bestehen. Im Oktober 1989 hatten einige Wettberger die Idee, das kulturelle Leben im Stadtteil zu entwickeln und zu stärken. Unter dem Titel „Kleinkunst in der Katakombe“ begann die Gruppe, Jazzabende und Lesungen zu organisieren. Die Vorsitzende Rita Achtelik ist stolz auf ihr Team, das ehrenamtlich Kinoabende, Kuchennachmittage und Kabarettauftritte organisiert. Die Kulturgemeinschaft Katakombe kümmert sich um eine Musikschule, entwickelt Fotoshows und lädt zu Kulturtouren durch ganz Europa ein. „Wir verstehen uns als Verein mit Herzlichkeit und hohem kulturellen Niveau“, sagt Achtelik und verweist auf erfolgreiche Kooperationen mit der evangelischen Kirchengemeinde Johannes der Täufer und der Landeshauptstadt Hannover. „Ich wuchs in das Team einfach rein. Es ist eine tolle Truppe“, sagt Achtelik. „Und die Gäste geben uns tolle Rückmeldung, dass wir gute Ideen und Künstler haben. Das motiviert uns natürlich, immer weiterzumachen.“ Kategorie Kunst und Kultur, (01 37) 9 88 08 06 06
06 / 09

Rita Achtelik – Ein Team für die Kunst: Der Verein Wettberger Kulturgemeinschaft Katakombe feiert in diesem Jahr schon 30-jähriges Bestehen. Im Oktober 1989 hatten einige Wettberger die Idee, das kulturelle Leben im Stadtteil zu entwickeln und zu stärken. Unter dem Titel „Kleinkunst in der Katakombe“ begann die Gruppe, Jazzabende und Lesungen zu organisieren. Die Vorsitzende Rita Achtelik ist stolz auf ihr Team, das ehrenamtlich Kinoabende, Kuchennachmittage und Kabarettauftritte organisiert. Die Kulturgemeinschaft Katakombe kümmert sich um eine Musikschule, entwickelt Fotoshows und lädt zu Kulturtouren durch ganz Europa ein. „Wir verstehen uns als Verein mit Herzlichkeit und hohem kulturellen Niveau“, sagt Achtelik und verweist auf erfolgreiche Kooperationen mit der evangelischen Kirchengemeinde Johannes der Täufer und der Landeshauptstadt Hannover. „Ich wuchs in das Team einfach rein. Es ist eine tolle Truppe“, sagt Achtelik. „Und die Gäste geben uns tolle Rückmeldung, dass wir gute Ideen und Künstler haben. Das motiviert uns natürlich, immer weiterzumachen.“ Kategorie Kunst und Kultur, (01 37) 9 88 08 06 06

Ute Hagen-Härtel – Die Konfliktlöserin: Konflikte und Streit gehören zum Schulalltag. Und nicht immer ist es möglich, dass Konfliktparteien eine einvernehmliche Lösung finden. Da kommt der Verein Seniorpartner in School (SiS) ins Spiel: Der bundesweit tätige Verein hilft Kindern und Jugendlichen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Dabei bringen sich ehrenamtlich tätige Schulmediatoren ein. Seit 2009 gibt es dieses Angebot auch in Hannover. Zwischen 2012 und 2018 wurde er von Ute Hagen-Härtel geführt. Sie absolvierte dafür erst eine 80-stündige theoretische Ausbildung nach dem Bundesmediationsgesetz und dann eine eineinhalbjährige Praxisphase. Als die ehemalige Schulleiterin die Leitung des Vereins in Hannover übernahm, waren dort 25 Mediatoren. Heute sind es 103 Mitglieder, die an 13 Schulen in Hannover und Laatzen dazu beitragen, junge Menschen in Konfliktsituationen zu unterstützen. Hagen-Härtel hat in ihrer Zeit als Leitung nicht nur immer wieder neue Unterstützer gefunden, sie warb auch Sponsoren an, motivierte ihr Team und vernetzte den Verein auf Landes- und Bundesebene. „Ich habe immer gern mit Schülern gearbeitet und möchte nicht einfach Privatier sein. Der Wunsch zu helfen, kommt von innen.“ Bis heute löst sie aktiv Konflikte in der Grundschule Fuhsestraße. Kategorie Erziehung und Bildung, (01 37) 9 88 08 06 07
07 / 09

Ute Hagen-Härtel – Die Konfliktlöserin: Konflikte und Streit gehören zum Schulalltag. Und nicht immer ist es möglich, dass Konfliktparteien eine einvernehmliche Lösung finden. Da kommt der Verein Seniorpartner in School (SiS) ins Spiel: Der bundesweit tätige Verein hilft Kindern und Jugendlichen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Dabei bringen sich ehrenamtlich tätige Schulmediatoren ein. Seit 2009 gibt es dieses Angebot auch in Hannover. Zwischen 2012 und 2018 wurde er von Ute Hagen-Härtel geführt. Sie absolvierte dafür erst eine 80-stündige theoretische Ausbildung nach dem Bundesmediationsgesetz und dann eine eineinhalbjährige Praxisphase. Als die ehemalige Schulleiterin die Leitung des Vereins in Hannover übernahm, waren dort 25 Mediatoren. Heute sind es 103 Mitglieder, die an 13 Schulen in Hannover und Laatzen dazu beitragen, junge Menschen in Konfliktsituationen zu unterstützen. Hagen-Härtel hat in ihrer Zeit als Leitung nicht nur immer wieder neue Unterstützer gefunden, sie warb auch Sponsoren an, motivierte ihr Team und vernetzte den Verein auf Landes- und Bundesebene. „Ich habe immer gern mit Schülern gearbeitet und möchte nicht einfach Privatier sein. Der Wunsch zu helfen, kommt von innen.“ Bis heute löst sie aktiv Konflikte in der Grundschule Fuhsestraße. Kategorie Erziehung und Bildung, (01 37) 9 88 08 06 07

Alexandra Konopleva – Die Vermittlerin von Superkräften: Seit fünf Jahren engagiert sich der Verein Märchenkoffer für Bildung, Kultur und Integration. In Vahrenwald bieten die Mitglieder Musik- und Theaterprojekte an, initiieren Lesungen und Kino-Clubs, versuchen sich an Sandanimationen und Trickfilmprojekten. Die Geschäftsleitung hat seit 2014 Alexandra Konopleva inne. Sie kümmert sich um Finanzen, Projektanträge und Steuererklärungen. Sie koordiniert das Personal, schreibt Pressemitteilungen und plant Veranstaltungen. Konopleva ist erst seit sechs Jahren in Deutschland. Sie engagiert sich vor allem für Kinder, die zweisprachig aufwachsen: Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund gelinge am besten, wenn sie nicht nur die deutschen Sprache lernen, sondern parallel in ihrer Muttersprache gefördert werden. Der Verein Märchenkoffer unterstützt Projekte zur Identitätsbildung, bei denen die Vielfalt im Stadtteil gelebt und gefördert wird. Konopleva ist bis zu 30 Stunden pro Woche für den Verein im Einsatz. „Bilingualität ist eine Superkraft. Und ich finde es schön, wenn Kinder bei uns diese Kraft erwerben und sie später nutzen können“, sagt Konopleva. „Ich sehe, dass es für unsere Arbeit einen großen Bedarf gibt. Und wir sehen, dass es funktioniert. Das macht mich sehr glücklich.“Kategorie Erziehung und Bildung, (01 37) 9 88 08 06 08
08 / 09

Alexandra Konopleva – Die Vermittlerin von Superkräften: Seit fünf Jahren engagiert sich der Verein Märchenkoffer für Bildung, Kultur und Integration. In Vahrenwald bieten die Mitglieder Musik- und Theaterprojekte an, initiieren Lesungen und Kino-Clubs, versuchen sich an Sandanimationen und Trickfilmprojekten. Die Geschäftsleitung hat seit 2014 Alexandra Konopleva inne. Sie kümmert sich um Finanzen, Projektanträge und Steuererklärungen. Sie koordiniert das Personal, schreibt Pressemitteilungen und plant Veranstaltungen. Konopleva ist erst seit sechs Jahren in Deutschland. Sie engagiert sich vor allem für Kinder, die zweisprachig aufwachsen: Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund gelinge am besten, wenn sie nicht nur die deutschen Sprache lernen, sondern parallel in ihrer Muttersprache gefördert werden. Der Verein Märchenkoffer unterstützt Projekte zur Identitätsbildung, bei denen die Vielfalt im Stadtteil gelebt und gefördert wird. Konopleva ist bis zu 30 Stunden pro Woche für den Verein im Einsatz. „Bilingualität ist eine Superkraft. Und ich finde es schön, wenn Kinder bei uns diese Kraft erwerben und sie später nutzen können“, sagt Konopleva. „Ich sehe, dass es für unsere Arbeit einen großen Bedarf gibt. Und wir sehen, dass es funktioniert. Das macht mich sehr glücklich.“Kategorie Erziehung und Bildung, (01 37) 9 88 08 06 08

Weiterlesen nach der Anzeige
Stella Montes – Sprachbarrieren überwinden: Schon vor zehn Jahren wies Stella Montes im Integrationsbeirat Nord darauf hin, dass Menschen mit Migrationshintergrund nicht nur Beratung brauchen, sondern auch praktische Unterstützung. Montes stammt aus Argentinien. Als sie nach Deutschland kam, musste sie – wie viele Menschen mit Migrationshintergrund – feststellen, wie schwierig es ist, in einer fremden Umgebung Fuß zu fassen. Vor allem die Sprachbarriere machte Montes zu schaffen. Vor sechs Jahren initiierte Montes daher ein Projekt mit dem Titel „meet & speak“. Dabei kommen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen und sprechen über ein festgelegtes Thema miteinander. Dabei kann es um Mülltrennung gehen oder um Gesundheit. Es ist kein schulisches sondern eher ein bedarfs- und integrationsorientiertes Lernen. Mittlerweile gibt es „meet & speak“-Formate in der Nordstadt, in Hainholz und Mühlenberg. Montes organisiert sogar eine Kinderbetreuung, damit auch junge Mütter die runden besuchen können. „Es ist wichtig, dass Menschen die Möglichkeit haben, miteinander zu reden“, sagt Montes. „Grammatik allein reicht nicht, es geht darum, Ängste zu verlieren.“ Kategorie Erziehung und Bildung, (01 37) 9 88 08 06 09
09 / 09

Stella Montes – Sprachbarrieren überwinden: Schon vor zehn Jahren wies Stella Montes im Integrationsbeirat Nord darauf hin, dass Menschen mit Migrationshintergrund nicht nur Beratung brauchen, sondern auch praktische Unterstützung. Montes stammt aus Argentinien. Als sie nach Deutschland kam, musste sie – wie viele Menschen mit Migrationshintergrund – feststellen, wie schwierig es ist, in einer fremden Umgebung Fuß zu fassen. Vor allem die Sprachbarriere machte Montes zu schaffen. Vor sechs Jahren initiierte Montes daher ein Projekt mit dem Titel „meet & speak“. Dabei kommen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen und sprechen über ein festgelegtes Thema miteinander. Dabei kann es um Mülltrennung gehen oder um Gesundheit. Es ist kein schulisches sondern eher ein bedarfs- und integrationsorientiertes Lernen. Mittlerweile gibt es „meet & speak“-Formate in der Nordstadt, in Hainholz und Mühlenberg. Montes organisiert sogar eine Kinderbetreuung, damit auch junge Mütter die runden besuchen können. „Es ist wichtig, dass Menschen die Möglichkeit haben, miteinander zu reden“, sagt Montes. „Grammatik allein reicht nicht, es geht darum, Ängste zu verlieren.“ Kategorie Erziehung und Bildung, (01 37) 9 88 08 06 09

Anzeige

Update

Podcast

 
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.