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Ermittlungen

Ein Jahr nach der Tat: Überfall auf 52-Jährigen aufgeklärt

Hannover. Polizeikontrollen in der Innenstadt. In der Nacht von Sonnanbend auf Sonntag führte die Polizeiinspektion Mitte einen Gewaltpräventionseinsatz in der City durch. Abzeichen, Aufnäher, Logo der Polizei Niedersachsen

Hannover. Polizeikontrollen in der Innenstadt. In der Nacht von Sonnanbend auf Sonntag führte die Polizeiinspektion Mitte einen Gewaltpräventionseinsatz in der City durch. Abzeichen, Aufnäher, Logo der Polizei Niedersachsen

Hannover.Der Polizei und der Staatsanwaltschaft Hannover ist es jetzt gelungen, einen Fall zu klären, der den Ermittlern ein Jahr lang Rätsel aufgegeben hat. Im Oktober 2017 waren zwei Männer mit einem schwer verletzten dritten Mann in einem Krankenhaus in Hildesheim erschienen. Die Verletzungen wollte das angebliche Opfer bei einem Überfall kurz zuvor am Gehweg der Straße Hohnsen erlitten haben. Jetzt, ein Jahr nach dem angeblichen Vorfall, ist klar: Die Spur führt nach Hannover, bei dem angeblichen Opfer und seinen Begleitern handelt es sich wahrscheinlich um die Täter zu einem anderen Verbrechen.

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Die drei 56, 52 und 22 Jahre alten Männer hatten, das ergaben die Nachforschungen der Behörden jetzt, in der Nacht zum 29. Oktober 2017 in Hannover einen 52-jährigen Mann überfallen. „Sie wollten ihm offenbar Schmuck abnehmen, den sie bei dem Opfer vermutete“, sagt Thomas Klinge, der Sprecher des hannoverschen Staatsanwaltschaft. Nach HAZ-Informationen soll das Opfer zuvor Gast bei einer Hochzeitsfeier gewesen sein. Vermutlich gingen die Täter deshalb davon aus, dass er Schmuck bei sich trug. Geklärt sind die Hintergründe der Tat allerdings noch nicht. Dem Vernehmen nach schweigen alle Beteiligten bislang.

Opfer verletzte Täter schwer

Der Überfall auf den 52-jährigen Hochzeitsgast verlief allerdings anders, als von den Räubern geplant. Das Opfer setzte sich so heftig gegen die drei Angreifer zur Wehr, dass der 52-jährige Täter schwere Verletzungen davon trug. Seine Komplizen flüchteten anschließend mit ihm nach Hildesheim. Im Krankenhaus tischten sie den Ärzten und der Polizei die Geschichte vom angeblichen Überfall auf offener Straße auf.

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Gegen die drei Männer wird jetzt wegen eines versuchten Raubüberfalls und Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Einer der Verdächtigen muss sich derzeit von einem Psychiater begutachten lassen. „Es gibt möglicherweise Hinweise auf eine verminderte Schuldfähigkeit bei dem Mann, das muss jetzt geklärt werden“, sagt Thomas Klinge. Wann Anklage gegen die drei Männer erhoben werden kann, ist noch unklar.

Von tm

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