Rose "King George"

Ein König in Pink

Foto: Ausgezeichnete Rose: Gartendirektor Ronald Clark präsentiert stolz „King George I.“

Ausgezeichnete Rose: Gartendirektor Ronald Clark präsentiert stolz „King George I.“

Hannover. König wird man nicht einfach so. Auch nicht als Rose. Vielmehr bedurfte es jahrelanger Zuchtarbeit und aufwendiger Auswahl, bis die pinkfarbene Beetrose „King George I." zur offiziellen Rose des 300. Jubiläums der Personalunion zwischen England und Hannover gekrönt werden konnte. „Insgesamt dauert es elf Jahre, bis so eine Rose herauskommt“, erklärt Ronald Clark, Gartendirektor in Herrenhausen. „Das ist richtig Arbeit.“

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Geboren wurde „King George I.“ auf den Versuchsflächen des internationalen Rosenzüchters Meilland in der südfranzösischen Provence. „Die entwickeln jedes Jahr 100 000 neue Rosen“, sagt Clark. Allerdings sind nicht alle diese Kreuzungen überlebensfähig. Sie verkümmern, fallen der Witterung oder auch Schädlingen zum Opfer. „Nach drei Jahren bleiben dann 800 bis 900 Rosen übrig“, berichtet der Herrenhäuser Gartenexperte.

Die Neuzüchtungen werden dann an Vertragspartner in aller Welt geschickt - wie das Baumschulkontor BKN Strobel in Schleswig-Holstein, wo sie sich in der norddeutschen Witterung beweisen müssen. Nur die prächtigsten und widerstandsfähigsten bleiben übrig. Dabei zählen bei den Rosen nicht nur kräftiger Wuchs und attraktive Blüten. Wer eine anerkannte deutsche Rose (ADR) werden will, muss auch bei starkem Frost sowie mit Widerstandsfähigkeit gegenüber Blattläusen, Mehltau oder Rosenrost punkten.

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Alles kein Problem für „King George I.“, die Ronald Clark bei einem Besuch in Schleswig-Holstein entdeckte und für die Herrenhäuser Gärten buchte. Neben der Robustheit der nach dem ersten englischen König aus Hannover benannten Sorte begeisterte den Gartendirektor auch der kräftige Pinkton ihrer Blüten. Denn die neue Rose sollte unbedingt zur zart weiß-rosafarbenen „Kurfürstin Sophie“ passen, die es in Herrenhausen als Beet- und Stammrose gibt. „Für King George wollten wir dann etwas Dunkleres und Maskulineres haben“, erklärt Clark.

In Herrenhausen sollen beide königliche Sorten künftig als Botschafter für die royalen Gärten in Hannover werben. Und zwar nicht nur im üppigen niederdeutschen Rosengarten im einst von der Kurfürstin Sophie angelegten Großen Garten, sondern auch als Mitbringsel in den Privatgärten der Besucher. „Das verbindet mit Herrenhausen“, sagt Clark.

Dass das Konzept aufgeht, zeigt nicht nur die große Beliebtheit der zarten „Kurfürstin Sophie“, die schnell zum Verkaufshit wurde. Pro Jahr gehen von den ebenso duftigen wie dornigen Pflanzen weltweit 30 000 bis 40 000 über die Ladentheke. Sophies Sohn „King George I.“ scheint es seiner kurfürstlichen Mutter gleichtun zu wollen: Von den insgesamt 500 Exemplaren, die es derzeit in Herrenhausen gibt, sind die meisten bereits verkauft.

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