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Marktkirchenfenster

Erbe bleibt bei seinem Veto

Lehnt das Fenster ab: Georg Bissen.

Lehnt das Fenster ab: Georg Bissen.

Hannover. In der Debatte um das geplante neue Buntglasfenster für die Marktkirche bleibt Georg Bissen bei seinem Veto: Der Stiefsohn und Urheberrechtserbe des Nachkriegsarchitekten Dieter Oesterlen hat seine ablehnende Haltung zur Installation des Fensters, das der Künstler Markus Lüpertz entworfen hat, jetzt noch einmal bekräftigt.

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Wie Bissen der HAZ gegenüber durch seinen Anwalt erklären ließ, gehe es ihm dabei jedoch nicht um eine Bewertung des Lüpertz-Entwurfes selbst. „An einer Diskussion um die Wahrnehmung der Kunst von Herrn Lüpertz beteilige ich mich nicht“, heißt es in der Erklärung. Bei einem Gespräch mit Marktkirchenvertretern sei es Anfang Oktober „in sachlicher Atmosphäre“ auch allein um das architektonische Gesamtkonzept der Kirche gegangen.

Sein Stiefvater habe mit dem Innenraum der Marktkirche „eine Atmosphäre von großartiger Einfachheit und Geschlossenheit geschaffen“, sagt Bissen. „Die Marktkirche zählt zu den schönsten Räumen Hannovers, das von Lüpertz entworfene Fenster fügt sich in diesen besonderen Raum nicht ein.“

Das Vorhaben von Altkanzler Gerhard Schröder, der Marktkirche ein Buntglasfenster seines Freundes Markus Lüpertz zu schenken, sorgt seit Monaten für kontroverse Debatten. Der Entwurf zeigt neben einer weiß gekleideten Luther-Figur unter anderem fünf große Fliegen. Ob das Veto von Bissen rechtlich bindend ist und wie die Kirchengemeinde damit umgeht, ist noch unklar.

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Von Simon Benne

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