Nach Obike

Fahrradverleih Mobike will nach Hannover

So sehen sie aus: Screenshot von der Werbeseite des Leihrad-Anbieters Mobike.

So sehen sie aus: Screenshot von der Werbeseite des Leihrad-Anbieters Mobike.

Hannover. Kommt nach dem Leihrad-Anbieter Obike (Singapur) jetzt Mitbewerber Mobike (China) nach Hannover? Stadtbaurat Uwe Bodemann berichtete am Mittwoch im Bauausschuss des Rates, dass „ein Unternehmen mit sehr ähnlichem Namen“ Kontakt aufgenommen habe – nach HAZ-Informationen handelt es sich um das chinesische Unternehmen. Das Konzept ist nahezu identisch wie das von Obike: Fahrräder können über eine Handyapp gebucht und nahezu überall abgestellt werden. Auch die Fahrräder sehen ähnlich aus: Bilder von der Webseite der Firma zeigen einfach konstruierte Massenware, die für Radfahrer mit asiatischen Standardgrößen produziert sind.

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Die Mutterfirma des Anbieter Obike in Singapur hat Insolvenz angemeldet, gerüchteweise sind den dortigen Nutzern Leihrad-Kautionen in Millionenhöhe verloren gegangen. In Deutschland ist die Situation unklar: Die Leihtechnik funktioniert weiterhin, die Räder werden in Städten wie Hannover, Hildesheim, Frankfurt oder München weiter genutzt, wenn auch inzwischen oft quietschend und schlecht gewartet.

Gespräche auch mit Netbike

Bodemann berichtete, dass das Entfernen von Obikes aus dem öffentlichen Raum problematisch sei, so lange sie funktionierten – sie seien Privateigentum. Zu der Firma bestehe kein Kontakt. München räume nur ab, wenn die Räder offenkundig unbenutzbar seien „oder in der Isar liegen“. Frankfurt markiere herumstehende Obikes mit einem Zettel und räume sie ab, wenn sie länger nicht bewegt wurden. Hannover prüfe beide Varianten. Wenn Mobike in die Stadt komme, gälten die gleichen Regeln wie für Obike: Bestimmte Parks und Innenstadtflächen seien verboten, einen Vertrag aber habe man nicht mit dem Unternehmen.

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Wie berichtet, interessiert sich auch Anbieter Nextbike für eine Expansion nach Hannover. Das Unternehmen hat aber feste Abstellplätze für Räder. Hannover sei in Gesprächen mit Nextbike, sagt Bodemann.

Von Conrad von Meding

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