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Neujahrsmorgen

Freiwillige sammeln Silvestermüll am Maschsee

Gil Koebberling (links) und Nerissa Rothhardt sammeln am Maschsee den Müll aus der Silvesternacht. 

Gil Koebberling (links) und Nerissa Rothhardt sammeln am Maschsee den Müll aus der Silvesternacht.

Hannover.Gil Koebberling ist sich nicht sicher, ob es am schlechten Wetter lag, oder am beswussteren Umgang mit Silvesterböllern. Aber in diesem Jahr haben die rund 40 Freiwilligen Müllsammler am Maschseeufer weniger Müll gefunden. Koebberling organisiert die Aktion seit fünf Jahren. „Ich hoffe, dass unser Müllsammeln ein Bewusstsein bei den Menschen schafft“, sagt die frühere Geschäftsführerin des Freundeskreises Hannover.

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In den Wohnvierteln funktioniere es ganz gut, dass am Neujahrsmorgen die Reste der Knallerei beseitigt würden. Vielleicht lasse sich auch am Maschsee durch die Reinigungsaktion der ein oder andere animieren, seinen Müll wenigstens bis zum nächsten Mülleimer zu bringen.

„Sonst jogge ich morgens um den Maschsee, heute mache ich eben Rückengymnastik“, sagt sie. Wenn jeder ein bisschen mehr mache, als er müsse, sei allen geholfen, meint sie. Koebberling freut sich vor allem über die rund 20 Neujahrsspaziergänger, die spontan einen Müllsack in die Hand genommen haben.

Koebberling betont, dass sie nichts gegen die Silversterknallerei hat. „Ich freue mich auf das Feuerwerk“, sagt sie. Sie selbst schickt jedes Jahr eine Rakete in den Himmel mit einem Herzenswunsch für das neue Jahr.

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Bei der Silvesterparty hat sich Martin Claassen mit einigen Nachbarn spontan entschlossen am Neujahrsmorgen mitzuhelfen. „Das machen wir jetzt anstatt des Neujahrsspaziergangs“, berichtet der Maschseeanwohner. „Jeder kann einen kleinen Beitrag für die Gemenschaft leisten.“ Außerdem fühle man sich einfach gut, wenn man mitgeholfen habe. Bei vielen Menschen fehle es leider an dem nötigen Verantwortungsbewusstsein, betont Claasen.

Nach ein paar Stunden ist der Bereich zwischen Pier 51 und dem Nordufer sauber, Koebblering übergibt 150 prall gefüllte Säcke mit Silvestermüll und Dutzende Sektflaschen an die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs Aha. Sie hofft jetzt, dass in einem Jahr noch weniger Müll am Maschsee liegen bleibt.

Von Mathias Klein

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