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Kundgebung

Geldtransportfahrer streiken für mehr Geld

250 Männer und Frauen zogen während des Warnstreiks durch die Innenstadt.

250 Männer und Frauen zogen während des Warnstreiks durch die Innenstadt.

Hannover.Demonstrationen und Kundgebungen größerer oder kleinerer Art gehören in Hannover zum gewohnten Bild. Das neue Jahr war noch keine zwei Tage alt, da hat es bereits die erste Veranstaltung dieser Art gegeben. Verantwortlich waren rund 250 Mitarbeiter der Geld- und Wertbranche – in ihr arbeiten unter anderem Geldtransporterfahrer und Beschäftigte, die Bargeldeinnahmen von Unternehmen zählen – die sich am Mittwoch an einem bundesweiten Warnstreik für höhere Löhne und Gehälter beteiligten. Sie zogen von der Goseriede zum Georgsplatz, wo sich die Bundesbank-Hauptverwaltung für Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt befindet.

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Der frühe Termin im Jahr war mit Bedacht gewählt. „Geldautomaten sind nach dem Jahreswechsel vielfach leer, außerdem ist die Abholung der Tageseinnahmen bei Warenhäusern und Discountern nicht sichergestellt“, sagt Ute Gottschaar, Fachbereichsleiterin des Landesbezirks der Gewerkschaft Verdi. Sie schätzt, dass zwei Drittel aller vorgesehenen Touren ausgefallen sind. Die Tarifverhandlungen, in denen sich die Branche seit einigen Wochen befindet, werden am Donnerstag im hessischen Bad Nauheim fortgesetzt.

Geldtransportfahrer streiken für mehr Geld

Geldtransportfahrer streiken für mehr Geld

„Generelle Unterbezahlung und mangelnde Wertschätzung“

„Mit dem, was die Arbeitgeber bisher angeboten haben, kann man nicht zufrieden sein“, sagt Geldtransporterfahrer Maik Pintz, der aus Osnabrück zusammen mit 25 Kollegen der Firma Prosegur nach Hannover gekommen ist. Kollegin Arleen Peiksch aus Bremen beklagt „generelle Unterbezahlung und mangelnde Wertschätzung“. Außerdem führt sie ins Feld, dass die Geldtransporterfahrer Sicherheitsrisiken trügen: „Wir sind nicht umsonst bewaffnet“.

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Nach Angaben von Verdi verdienen Geldzähler und -transporterfahrer zwischen 2200 und 2900 Euro im Monat, in den ostdeutschen Bundesländern liegen die Sätze um 400 Euro niedriger. Gefordert werden 250 Euro mehr im Monat. „Habe Arbeit, brauche Geld“, stand auf einem Transparent, dass die Demonstranten in Hannover dabei hatten.

Von Bernd Haase

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