Isernhagen-Süd

Genossenschaftsakademie wird umgebaut

Foto: Die ehemalige Genossenschaftsakademie im Echternfeld 27 ist in Privatbesitz.

Die ehemalige Genossenschaftsakademie im Echternfeld 27 ist in Privatbesitz.

Isernhagen-Süd. Das Grundstück Echternfeld 27 in Isernhagen-Süd soll zum „Sondergebiet Wohnen mit Pferdehaltung“ werden. Eine entsprechende Beschlussdrucksache hat die Stadtverwaltung in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Bothfeld-Vahrenheide vorgestellt und eine Änderung des Bebauungsplans beantragt. Danach soll das Gebiet der ehemaligen Genossenschaftsakademie künftig als Wohnhaus genutzt werden. Zurzeit gelten noch die Baurichtlinien aus dem Jahre 1984, die für den südlichen Teil des Änderungsbereiches eine Fläche für den Gemeinbedarf mit der Bezeichnung „Genossenschaftsschule“ festsetzt. Die nördliche Grünfläche wurde in „Hausgarten und „Private Sportfläche“ unterteilt.

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Die Gebäude und Freiflächen mit insgesamt rund 20.000 Quadratmeter Fläche wurden 52 Jahre vom Genossenschaftsverband als Tagungs- und Fortbildungsstätte genutzt. Nach Aufgabe des Schulungsbetriebs zum 1. Juli dieses Jahres ist das Grundstück an einen privaten Investor verkauft worden, der das Grundstück für eigene Wohnzwecke nutzen und das denkmalgeschützte Haupthaus aus dem Jahre 1938 umbauen möchte. Die angrenzenden Gebäude sollen als Wohnraum für weitere Familienmitglieder und Personal sowie zu Hobbyzwecken dienen. Das bisherige Gästehaus im Norden soll zu einem Stall umgenutzt werden, in dem familieneigene Pferde stehen.

Um diese Nutzung zu ermöglichen, muss der Babauungsplan in ein Sondergebiet „Wohnen mit Pferdehaltung“ umgewandelt werden. In diesem Sondergebiet kann in der Nähe zur Natur und Landschaft mit eigenen Pferden gewohnt werden, eine gewerbliche Nutztierhaltung ist ausgeschlossen. Die Erschließung des Geländes führte bislang ausschließlich über die Privatstraße Echternfeld – sehr zum Unmut vieler Anlieger, die sich vom regen An- und Abreiseverkehr der Tagungsteilnehmer gestört fühlten. Obwohl das Verkehrsaufkommen sich künftig deutlich verringern dürfte, möchte der neue Eigentümer das Grundstück nach Osten entlang des Teiches über die Straße Flachsgraben an das öffentliche Straßennetz, das heißt an die Prüßentrift, anschließen. Im Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide stimmten die Vertreter mehrheitlich für die Änderung des Bebauungsplans.

Dass sich der Genossenschaftsverband mit seinem Bildungszentrum aus Isernhagen-Süd zurückgezogen hat, hat vor allem zwei Gründe. „Zum einen haben sich die Anforderungen unserer Kunden verändert“, sagte Joachim Prahst, Sprecher des Verbandes in Frankfurt am Main. Die Dozenten und Mitarbeiter würden mittlerweile jeweils vor Ort eingesetzt, vor allem die Banken wollten die Seminare im Haus haben. „Wir gehen also mehr zum Kunden.“ Außerdem habe es in Isernhagen große Probleme mit den Anwohnern wegen der Zuwegung gegeben.

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„Wir haben uns sukzessive vergrößert und immer wieder angebaut, was natürlich auch zu einem höheren Verkehrsaufkommen geführt hat“, sagte Prahst. Da der Verkehr stets durch die kleine Privatstraße geflossen sei, habe es regelmäßig Beschwerden von Anliegern gegeben. „Wir haben über Jahre versucht, eine eigene Zuwegung über die Felder zu bekommen“, betonte Prahst. Allerdings habe es dafür nie eine Genehmigung gegeben. „Daher waren uns gegenüber den Anliegern gewissermaßen die Hände gebunden.“ Sollte der Bebauungsplan jetzt für den neuen Eigentümer geändert werden, ist auch die neue Zuwegung beschlossene Sache.

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