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DNA-Spuren führen nach Hannover

Gibt es eine Wende bei den Göhrde-Morden?

Führen DNA-Spuren im Mordfall der 49-Jährigen Andrea K. zu den Göhrde-Morden?

Führen DNA-Spuren im Mordfall der 49-Jährigen Andrea K. zu den Göhrde-Morden?

Hannover.Die Spur zur Aufklärung von zwei spektakulären Verbrechen in Niedersachsen vor 28 Jahren führt möglicherweise nach Hannover. Ermittler der Polizei in Lüneburg prüfen nach HAZ-Informationen Zusammenhänge zwischen den sogenannten Göhrde-Morden aus dem Jahr 1989 und einem Mord im hannoverschen Zooviertel von 2015.

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Die Unternehmerin Andrea K. war vor gut zwei Jahren tot in ihrer Wohnung in der Mars-La-Tour-Straße gefunden worden. Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass die 49-Jährige Opfer eines Raubmörders geworden war. Für die Tat wurde der damals 27 Jahre alte Florian K. zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

In der Wohnung der Unternehmerin hatte die Kriminalpolizei an einer Weinflasche genetische Spuren sichergestellt, die nicht vom Mörder der Unternehmerin stammten. Nach HAZ-Informationen stammen sie aber mit den DNA-Spuren überein, die 1989 bei den Göhrde-Morden gesichert werden konnten.

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Ermittlungen im Fall der Göhrde-Morde wieder aufgenommen

1989 waren zwei Liebespaare, ein Hamburger Ehepaar und ein Mann aus Ronnenberg und dessen Geliebte, im Waldgebiet Göhrde bei Lüchow-Dannenberg umgebracht worden. Die Staatsanwaltschaft in Lüneburg wollte sich zum aktuellen Stand der Ermittlungen nicht äußern. "Wir geben erst dann eine Erklärung ab, wenn uns konkrete Ermittlungsergebnisse vorliegen", sagte Behördensprecherin Wiebke Bethke der HAZ.

Von wem die DNA-Spuren stammen, ist bislang vollkommen unklar. Das deutet darauf hin, dass der Täter bislang polizeilich nicht durch eine gravierende Straftat aufgefallen ist, denn sonst lägen beispielsweise seine Fingerabdrücke den Behörden vor. Sollte sich die Spur erhärten lassen, würde das aber auch bedeutet, dass die Unternehmerin mit dem Göhrde-Mörder bekannt gewesen ist.

Die alleinstehende Andrea K. hat offenbar ein Doppelleben geführt. Während ihre Nachbarn sie vor allem als Karrierefrau wahrnahmen, die viel arbeitete und selten zu Hause war, hatte Andrea K. nach Informationen der HAZ auch eine andere Seite. Sie unterhielt Profile auf einschlägigen Internetseiten und soll so nach flüchtigen Bekanntschaften gesucht haben. Möglicherweise traf sie dabei auf den Göhrde-Mörder.

Die Doppelmorde von 1989 lagen zeitlich nur wenige Wochen auseinander. Die Taten sind bis heute ungeklärt. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei die Ermittlungen wieder aufgenommen – auch, weil verschiedene Beweismittel von damals mit moderner Kriminaltechnik noch einmal auf Spuren untersucht werden sollten. „Vier Beamte sind derzeit mit den Göhrde-Morden befasst“, sagte der Polizeisprecher.

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Noch ist unklar, wann die Ergebnisse der DNA-Untersuchungen vom Tatort in Hannover vorliegen werden und wann sich die Staatsanwaltschaft dazu äußern wird. Ein Sprecher der Polizeidirektion Lüneburg sagte: „Die Bewertung der Spurenlage dauert gegenwärtig an.“

Tobias Morchner

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