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Europawahl 2019

Hannover: Grüne sind stärkste Partei in Stadt und Region

Feiern in der Parteizentrale der Grünen: Applaus für Spitzenkandidatin Katrin Langensiepen (Mitte).

Feiern in der Parteizentrale der Grünen: Applaus für Spitzenkandidatin Katrin Langensiepen (Mitte).

Hannover.Es ist ein politischer Erdrutsch: Die SPD in Hannover hat bei der Europawahl eine deutliche Niederlage einstecken müssen und ist nur drittstärkste Kraft geworden. Die Grünen haben die Wahl dagegen klar gewonnen, die CDU landete knapp vor den Sozialdemokraten.

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Nach Auszählung aller 469 Wahllokale in der Stadt kommen die Grünen auf 31,1 Prozent der Stimmen. Die SPD verzeichnete 19,5 Prozent der Stimmen und liegt damit knapp hinter der CDU, die auf 19,7 Prozent kam. Die beiden Parteien trennen nur 439 Stimmen. Viertstärkste Partei wurde die AfD mit 6,8 Prozent der Stimmen vor der Linken (5,8 Prozent) und der FDP (4,7 Prozent), sowie der Satirepartei Die Partei (4,1 Prozent).

Vor fünf Jahren konnte die SPD das Rennen mit 33,2 Prozent der Stimmen noch klar für sich entscheiden. Die CDU kam 2014 auf 27,9 Prozent der Stimmen, die Grünen auf 18,0 Prozent.

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Auch im Gesamtergebnis der Region liegen die Grünen am Abend überraschend vorn: Sie kommen dort nach Auszählung fast aller Wahlergebnisse auf 26,3 Prozent der Stimmen und liegen damit vor der CDU, die 24,5 Prozent einfährt. Die SPD landete bei der Europawahl auch regionsweit mit 20,8 Prozent der Stimmen auf dem dritten Platz.

Riesiger Jubel bei den Grünen, Enttäuschung bei der SPD

Bei den Grünen war der Jubel riesengroß. Spitzenkandidatin Katrin Langensiepen freut sich über den erstmaligen Einzug ins Europaparlament.

Grüne feiern Wahlergebnis

Grüne feiern Wahlergebnis

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Allen Grund zum Jubeln: Die Wahlparty der Grünen in der Parteizentrale im Senior-Blumenberg-Gang.

Allen Grund zum Jubeln: Die Wahlparty der Grünen in der Parteizentrale im Senior-Blumenberg-Gang.

Bei der Wahlparty der Sozialdemokraten im Kurt-Schumacher-Haus in der Odeonstraße herrschte dagegen bittere Enttäuschung. „Wir konnten den Bundestrend nicht durchbrechen“, sagte Bernd Lange. Der Europaparlamentarier kann trotz herber Verluste seiner Partei aber seinen Sitz im Brüsseler und Straßburger Parlament behalten.

Die SPD mit Spitzenkandidat Bernd Lange verfolgt die Wahl auf einem Bildschirm in der Parteizentrale.

Die SPD mit Spitzenkandidat Bernd Lange verfolgt die Wahl auf einem Bildschirm in der Parteizentrale.

Bangen bei der CDU

Bangen auch bei der CDU: Hoffnungsträger Tillman Kuban, frisch gekürter Bundesvorsitzender der Jungen Union, muss zittern, ob es mit dem Einzug ins Europaparlament klappt. „Es wird knapp”, sagt Kuban, der mit den Zwischenergebnissen auf Bundesebene nicht zufrieden ist. „Wir gehen davon aus, dass die Ergebnisse auf Niedersachsen-Ebene besser werden“, sagt Kai Seefried, Generalsekretär der CDU in Niedersachsen. „Die Partei hat gekämpft“, sagt Maximilan Oppelt, Parteivize der CDUHannover. „Im Wahlkampf haben wir auf den Straßen gemerkt, dass es um etwas geht.“

So haben Ihre Nachbarn gewählt

Welche Parteien und Kandidaten haben die meisten Stimmen bekommen? In welchen Stadt- und Ortsteilen waren sie besonders stark - und wo haben die anderen gepunktet? Hier finden Sie Antworten auf alle Fragen in umfangreichen Grafiken.

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Video: Grüne im Freudentaumel

Von Heiko Randermann

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