Hannover

Einblick in die Medienwelt: HAZ und NP feiern im neuen Newsroom

„Stellen Sie uns Fragen“: HAZ und NP öffnen ihre Räume für Gäste.

„Stellen Sie uns Fragen“: HAZ und NP öffnen ihre Räume für Gäste.

Hannover. „Neugier“ glimmen die großen Neonbuchstaben von einer Wand. Sie stammen aus einer alten Leuchtschrift des Anzeiger-Hochhauses – an diesem Abend stehen sie symbolisch sowohl für die berufliche Neugier der Journalisten als auch für die Neugier der Stadtgesellschaft darauf, wie Journalisten eigentlich arbeiten.

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Denn die beiden hannoverschen Schwestermedien HAZ und NP haben in diesem Jahr einen neuen, gemeinsamen Newsroom bezogen, von dem aus sie die Nachrichten für die unterschiedlichen Digital- und Printkanäle aufbereiten und aussenden – sei es aufs Handy, ins E-Paper oder für die gedruckte Zeitung. Am Donnerstagabend nutzten mehr als 350 Besucherinnen und Besucher die Chance, die neuen Räume zu besichtigen, Arbeitsabläufe zu beobachten und mit Journalisten zu fachsimpeln.

„Regional verwurzeltes Medienunternehmen“

„Wir sehen unsere Aufgabe als regional verwurzeltes Medienunternehmen darin, eine Kommunikationsplattform zu sein und mit Ihnen in den Austausch zu kommen“, sagte Thomas Düffert, der Vorsitzende der Konzerngeschäftsführung der Madsack Mediengruppe, bei der Begrüßung. Viel zu wenige Gelegenheiten habe es dazu während der Hochzeit der Corona-Krise gegeben. „Nach all den Jahren ist es wieder Zeit geworden, sich zu treffen.“

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Aktuelle Themen zum direkten Austausch gebe es genug, sagte Düffert. Ob es Inflation, Energiekrise und der Ukraine-Krieg seien oder auch Lokales wie das bevorstehende Spiel von 96 gegen den HSV oder die Südschnellweg-Debatte. „Manche Themen versteht man besser, wenn man darüber spricht.“

Verlage haben Sorgen

Offen sprach Düffert die aktuellen Probleme der Zeitungsproduktion an. Zwar sei das Printgeschäft weiterhin „maßgebliches Standbein“. Die stark steigenden Papierpreise aber und die zunehmenden Schwierigkeiten, zuverlässige Zusteller zu finden, bereiteten allen Verlagen Sorgen. Umso besser sei es, dass die Entwicklung bei den Digitalabos nach oben zeige.

Konzernweit steuere die Madsack Mediengruppe auf 200.000 Digitalabos zu, am Heimatstandort Hannover „gehen wir zielstrebig auf 50.000 Digitalabos zu“. Das sei „im Branchenvergleich viel und ist als Kompliment gemeint“, sagte er in Richtung der Journalistinnen und Journalisten sowie der Verlagsbeschäftigten.

Vertauschte Rollen: Journalisten beantworten Fragen

Der neue Newsroom-Bereich mit seinen großen Monitorwänden und dem ellipsenförmigen Hauptdesk sollen helfen, die Arbeitsprozesse auf den digitalen Wandel zuzuschneiden. „Hier werden Nachrichten aus Niedersachsen und Hannover gemacht“, sagte HAZ-Chefredakteurin Dany Schrader zum Auftakt. „Wir wollen Sie heute einladen, neugierig zu sein – stellen Sie uns Fragen“, warb NP-Chefredakteur Carsten Bergmann. Journalisten dürften und müssten häufig auch mal unangenehme Fragen stellen, wenn sie Themen auf den Grund gehen wollten, sagte Schrader. An diesem Abend seien die Rollen umgekehrt und die Gäste dürften die Journalisten mit Fragen löchern.

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Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nutzte die Gelegenheit, sich in den neu gestalteten Räumen umzuschauen. „Ich habe mit der HAZ lesen gelernt“, sagte er. Beim Frühstück habe sein Vater ihm stets den Sportteil hinübergereicht. An volldigitale Produktion, wie sie heute in modernen Medienhäusern vorherrscht, war damals aber nicht zu denken.

Angesichts der bevorstehenden Landtagswahl waren auch zahlreiche andere Spitzenkandidatinnen und -kandidaten erschienen, von Weils Herausforderer Bernd Althusmann (CDU) über die Grünen-Fraktionschefin Julia Willie Hamburg bis zum FDP-Kandidaten Stefan Birkner.

Blick hinter die Kulissen der Medienwelt

Madsack-Verlagsleiter Günter Evert konnte etwa Unternehmerverbändechef Volker Müller begrüßen und Sparkassenchef Volker Alt. Maria und Uwe Thomas Carstensen von der MUT-Stiftung gaben sich ebenso die Ehre wie Ex-96-Trainer Mirko Slomka, Kunstfestspielintendant Ingo Metzmacher und Uni-Präsident Volker Epping. Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes plauderte mit Zoo-Chef Michael Casdorff. Jasmin Arbabian-Vogel, die Präsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen, schlenderte ebenso neugierig durch die Räume wie Dilek Ruf, Landesvorsitzende des Bunds Deutscher Architekten. Aus der Kommunalpolitik waren etwa Regionspräsident Steffen Krach und der Erste Stadtrat von Hannover, Axel von der Ohe (beide SPD), gekommen sowie zahlreiche Politikerinnen und Politiker aus Hannover und Umland.

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An mehreren Stationen und bei Newsroom-Führungen konnten die Gäste live Einblick ins Medienmachen gewinnen und den beiden Chefredaktionen in kurzweiligen „Slams“ Fragen zu ihrem Alltag stellen. Dazu gab es Musik von DJ „Oonops“ Patrick Decker, Live-Painting mit Künstler Theo Nikolaidis sowie den ganzen Abend über „Kamingespräche“, bei denen Journalistinnen und Journalisten aus ihrem Arbeitsalltag berichteten.

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