Jenoptik-Anlagen

Hannover muss zehn Blitzer abschalten

Einer der beanstandeteten Jenoptik-Blitzer in Hannover: Sie sind derzeit abgestellt.

Einer der beanstandeteten Jenoptik-Blitzer in Hannover: Sie sind derzeit abgestellt.

Hannover. Anlagen des Jenoptik-Konzerns zur Überwachung von Rotlichtsündern könnten in einigen Städten nicht ordnungsgemäß installiert sein. Allein die Stadt Düsseldorf hat deswegen acht Anlagen aus dem Betrieb genommen, auch Hannover ist betroffen. Nach Angaben einer Sprecherin der Jenoptik AG in Jena vom Donnerstag ist das Unternehmen derzeit mit rund 80 Kommunen im Kontakt. Der Grund: Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig habe die Aufbauanleitung für die „Ampel-Blitzer“ präzisiert.

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Dabei gehe es um den Abstand der Induktionsschleifen, die in der Fahrbahn verlegt werden. Damit muss der Abstand der Schleifen nun 1,20 Meter betragen. „Bis 2017 gab es eine Soll-Regelung, jetzt eine Muss-Regelung“, sagte die Sprecherin. In wie vielen Städten es davon Abweichungen gebe, sei derzeit offen.

Zehn Blitzer in Hannover betroffen

Die Stadt Hannover bestätigte, dass zehn Anlagen auch in Hannover im Einsatz gewesen seien. Sie seien Ende Januar außer Betrieb genommen worden. „Wie rechtlich mit den entsprechenden Bußgeldbescheiden für den fraglichen Zeitraum umzugehen ist wird noch geprüft“, sagte der Sprecher. Wo die Blitzer genau stationiert sind, ist bisher nicht bekannt. Sie sollen teils schon wieder in Betrieb sein.

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Jenoptik habe mitgeteilt, dass den Anlagen die Zulassung fehle, hatte das Amtsgericht in Düsseldorf am Donnerstag mitgeteilt. Derzeit würden nun keine Bußgeldverfahren mehr eingeleitet. Welche Auswirkungen die Beanstandungen auf erhobene Messdaten haben, stehe noch nicht fest.

Es geht um den Typ „Traffipax TraffiPhot III“. Teilweise seien die Anlagen zur Überwachung von Rotlichtsündern seit den 1980er Jahren im Einsatz.

Von dpa

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