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“One Billion Rising“ 

Hannover tanzt gegen Gewalt an Frauen

"One Billion Rising" am Kröpcke.

"One Billion Rising" am Kröpcke.

Hannover.Hunderte tanzen am Kröpcke, viele mit einem pinken Schal um den Hals. Symbolisch zerbrechen sie eine Kette mit ihrem Oberschenkel. Auf der ganzen Welt haben Menschen am Mittwoch am Aktionstag „One Billion Rising“ teilgenommen. Die Veranstaltung soll auf Gewalt an Frauen aufmerksam machen. In Hannover hatte das Bündnis „Stoppt sexualisierte Gewalt“ zum sechsten Mal zu einer Kundgebung aufgerufen.  „Das ist die größte Kampagne dieser Art weltweit“, sagt Karin Wallner vom Aktionsbündnis. „Wir zeigen uns solidarisch mit Frauen auf der ganzen Welt, die Opfer sexueller Gewalt sind.“

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Ihr Erkennungsmerkmal ist ein pinker Schal, den die Organisatoren an Interessierte verteilen. Seit den 90er-Jahren nehmen immer mehr Städte an der Aktion teil, die jährlich am Valentinstag stattfindet. „Am Tag der Liebe wollen wir dieses wichtige Thema ins Bewusstsein der Menschen rufen“, erklärt die Frauenbeauftragte der Region Hannover Petra Mundt. „Die Opfer haben häufig Scham, für sie setzen wir ein Zeichen.“

Zum Beispiel mit einem Star der hannoverschen Poetry-Slam-Szene: Die Studentin Tabea Farnbacher kritisiert bei ihrem Auftritt, dass Frauen im Berufsleben häufig immer noch gegenüber ihren männlichen Kollegen benachteiligt seien. „Wir sind viele“, bekräftigt Petra Klecina vom Aktionsbündnis. „Wir wollen kein Pfefferspray, sondern Veränderungen. Jeder Angriff auf eine Frau ist ein Angriff auf alle Frauen.“ Zwar habe man in der Vergangenheit schon einiges erreicht – fertig sei man aber noch lange nicht.

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One Billion Rising in Hannover

Einige hundert Teilnehmer haben in Hannover am Kröpcke gegen Gewalt an Frauen protestiert – mit einer Tanz-Aktion.

Um sich gemeinsam zu solidarisieren, singen und tanzen sie zur Hymne der Veranstaltung: „Break the chain“. Auf der ganzen Welt wird dieses Lied von den Teilnehmern gesungen, am Kröpcke begleitet es die Band „Die Uschis“. Beim Singen bleibt es allerdings nicht. Ebenso dazu gehört eine Choreographie, die je nach Stadt unterschiedlich ist. Für die Kundgebung in Hannover hat sie die Tänzerin Angela Schlote bereits vor ein paar Jahren entwickelt. Nach einem Probelauf tanzen die Besucher gleich zwei Mal zu dem Lied. Manche schwenken ein Schild durch die Luft: „Wir erheben uns“. Schlote ist von der Idee hinter dem Aktionstag begeistert: „Alle Menschen müssen endlich die gleichen Chancen haben, unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Hautfarbe.“ Daher sei es sehr schön zu sehen, wie das Publikum ein Zeichen setze. Mitorganisatorin Petra Klecina gibt sich zuversichtlich. „Was wir erreicht haben motiviert andere hoffentlich noch mehr, sich  für Frauenrechte einzusetzen.“ Dass Frauen beispielsweise mittlerweile in Saudi-Arabien Auto fahren dürften zeige, was möglich sei.

Von Maximilian Hett

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