Umwelt

Brunnenbau für den Garten: Das müssen Sie beachten

Teures Vergnügen: Die regelmäßige Bewässerung des Gartens oder des Blumenbeetes kann schnell ins Geld gehen, wenn das Wasser aus dem Trinkwassernetz kommt. Ein Brunnen kann eine auf Sicht kostengünstige Alternative sein.

Teures Vergnügen: Die regelmäßige Bewässerung des Gartens oder des Blumenbeetes kann schnell ins Geld gehen, wenn das Wasser aus dem Trinkwassernetz kommt. Ein Brunnen kann eine auf Sicht kostengünstige Alternative sein.

Hannover. Kaum Niederschlag über einen längeren Zeitraum treibt in der Regel die Wasserrechnung deutlich nach oben, will der eigene Garten oder das Beet ausreichend bewässert werden. Die hohen Kosten entstehen einerseits dadurch, dass das Wasser aus der Leitung mehrfach gereinigt und gefiltert wird. Andererseits zahlt der Verbraucher für jeden Liter Wasser, den er aus dem Trinkwassernetz entnimmt, immer auch die Abwasserkosten – auch, wenn er das Wasser im Garten verwenden und nicht dem Abwassersystem zuführt. Der Bau eines Gartenbrunnens mit Wasser aus dem Grundwasser kann deshalb eine lohnenswerte finanzielle Alternative sein.

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Fachleute gehen davon aus, dass die Kostenersparnis bei der Gartenbewässerung durch den Brunnen bei trockenem Wetter und einer größeren Gartenfläche in der Regel mehrere Hundert Euro im Jahr ausmachen kann. So haben die meisten Gartenbrunnen innerhalb der ersten zwei bis drei Jahre ihre Bau- und Installationskosten wieder reingeholt. Aber: Einfach losbohren und den Brunnen bauen, das funktioniert nicht.

Bau des Brunnens: Formlose Anzeige bei der Region Hannover

Grundsätzlich gilt: Bohrung und Nutzung eines Grundwasserbrunnens müssen bei der zuständigen Behörde (Stadt-, Gemeindeverwaltung oder Wasserbehörde) zumindest angezeigt werden. Wer in Stadt oder Umland von Hannover einen Brunnen haben möchte, muss sich an die Region Hannover wenden als zuständige Untere Wasserbehörde. „Es besteht grundsätzlich eine Anzeigepflicht für das Bohren von Brunnen zur Gartenbewässerung“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Dieses Anzeigen erfolgten aber formlos, es sei also kein Formular notwendig, sondern nur der schriftliche Hinweis, wer wo einen Brunnen bohren möchte. „Die Anzeige ist dann an die Region Hannover, Fachbereich Umwelt, Untere Wasserbehörde, Höltystraße 17, 30171 Hannover, zu senden“, so Abelmann.

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Die Anzeige eines Brunnens zur privaten Nutzung eines Einfamilienhaushalts ist nach Angaben der Region Hannover in der Regel gebührenfrei. Möchte jemand in seinem Kleingarten einen Brunnen bauen und betreiben, muss dies beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) unter Verwendung des nachfolgendem Links als sonstige Bohrung angezeigt werden:https://nibis.lbeg.de/Bohranzeige/ "Anschließend ist ein Antrag für den Betrieb des Brunnens bei der Unteren Wasserbehörde der Region Hannover unter Zuhilfenahme des angehängten Merkblattes zweifach einzureichen", sagt der Regionssprecher weiter. Erst nach Erhalt der Erlaubnis durch die Untere Wasserbehörde dürfe der Brunnen im Kleingarten errichtet und betrieben werden.

Brunnenart hängt von Grundwasserspiegel ab

Je nachdem, wie man den Gartenbrunnen nutzen möchte, ob zur Gartenbewässerung, als (reinen) Zierbrunnen, für die Toilettenspülung oder vielleicht sogar zur Trinkwassergewinnung, gibt es verschiedene Brunnenarten oder -typen. Auch hängt diese Entscheidung von der Tiefe des Grundwasserspiegels ab, da nicht jeder Brunnen dieselbe Leistungsstärke sicherstellen kann. Wie tief das Grundwasser ist, können Brunnenbauer bei ihrer Gemeinde- oder Stadtverwaltung erfahren. Mit einem Schlagbrunnen etwa kann man Wasser aus einer Tiefe von etwa sieben bis acht Meter befördern, mit einem Schachtbrunnen aus etwa zehn Metern und mit einem Bohrbrunnen gelangen Brunnenbauer in eine Tiefe von rund 20 Metern Tiefe, teilweise sogar bis zu 50 Meter.

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Die Kosten für den Brunnenbau richten sich danach, ob man den Brunnen in Eigenarbeit errichten oder von einer Fachfirma bauen lässt. Auch kosten die unterschiedlichen Bauarten der Brunnentypen unterschiedlich viel. Beim Schachtbrunnen zum Beispiel kann allein der Bau schon bis zu 5000 Euro kosten. Wird eine Firma mit der Brunnenbohrung beauftragt, können Brunnenbauer als Richtwert die Kosten bei etwa 1200 Euro ansetzen, vorausgesetzt die Begebenheiten sind in einem normalen Rahmen, heißt: Grundwasserspiegel nicht tiefer als acht Meter, Bodenbeschaffenheit aus lockerem Kies, grobem Sand.

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Brunnen Marke Eigenbau: Firmen verleihen auch Bau-Sets

Entscheidet man sich dafür, den Brunnenbau selbst in die Hand zu nehmen, gibt es Materialkosten etwa für Erdbohrer, Filter, Rohre, Pumpe, Druckschalter. Ein Neukauf des Bohrers ist allerdings nicht unbedingt erforderlich, denn viele Fachbetriebe leihen motorisierte Bohrgeräte gegen Gebühr oder sogar ganze Brunnenbau-Sets aus.

Von Andreas Voigt

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