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Jubiläum in der Eichendorffschule

Hannovers älteste Ganztagsschule wird 50

Feiern 50 Jahre Ganztagsschule (v.l.): Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski, der Leiter der Eichendorffschule, Wolfgang Schiecke, Erziehungswissenschaftler Prof. Manfred Bönsch, und Migrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf (SPD).

Feiern 50 Jahre Ganztagsschule (v.l.): Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski, der Leiter der Eichendorffschule, Wolfgang Schiecke, Erziehungswissenschaftler Prof. Manfred Bönsch, und Migrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf (SPD).

Hannover.Hannovers älteste Ganztagsschule, die Eichendorffschule in Linden-Nord, hat am Mittwoch mit Schulleiter Wolfgang Schiecke und rund 100 Ehrengästen ihren 50. Ganztagsgeburtstag gefeiert. Als der Ganztagsbetrieb eingeführt wurde, gab es den Begriff der Ganztagsschule noch gar nicht. Tagesheimschule hieß das 1969.

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Eichendorffschule bietet herkunftsprachlichen Unterricht

„Die Eichendorffschule ist eine feste Größe in Hannovers Schullandschaft“, sagte Niedersachsens Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf (SPD), Sie selbst hatte ihre inzwischen 28-jährige Tochter Klara an dieser Schule. Niedersachsen sei Ganztagsschulland, sagte Schröder-Köpf. Inzwischen seien 70 Prozent der Schulen Ganztagsschulen. Bemerkenswert sei, dass die Eichendorffschule (1908 gegründet, 1938 von den Nazis geschlossen) schon 1982 einen Ausländeranteil von 50 Prozent gehabt habe, heute werde die Schule von Kindern aus 60 Nationen besucht, die 20 unterschiedliche Sprachen sprächen. Hier gebe es herkunftsprachlichen Unterricht in Spanisch, Polnisch, Griechisch und Italienisch. Schröder-Köpf sagte, Kernüberzeugung sei, dass jedes Kind ein Geschenk Gottes sei, egal woher es komme und welchen Aufenthaltsstatus es habe.

Je älter die Kinder werden, desto mehr Ganztag haben sie

Hannovers Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski lobte das differenzierte Ganztagsangebot: Erstklässler hätten einen Nachmittag in der Woche Pflichtunterricht, Zweitklässler zwei und Drittklässler sowie Viertklässler drei Nachmittage. Rund 70 Prozent der Schüler seien katholisch, er Rest gehöre anderen Glaubensrichtungen an oder sei konfessionslos. Als eine der vier Konkordatsschulen sei die Eichendorffschule eine öffentliche und keine private Schule – und eine sehr beliebte obendrein. Auslegt ist der Standort auch drei Jahrgänge pro Jahrgang, sie ist aber regelmäßig vierzügig.

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Bönsch: Vormittags Unterricht, nachmittags Betreuung – das ist kein Ganztag

Der Erziehungswissenschaftler Mandfred Bönsch sagte, für ihn seien Ganztagsschulen eigentlich Pflichtschulen: „Was ist das für eine Ganztagsschule, an der es vormittags Unterricht und nachmittags Betreuungsangebote gibt, an der die Lehrer mittags nach Hause gehen, die Kinder bleiben und von Vereinsmitarbeitern oder Rentnern betreut werden?“ Es müsse um Ganztagspädagogik gehen.

Von Saskia Döhner

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