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Synaos

Hat Hannover das „aufregendste Start-up Deutschlands“?

Auftakt an der Goseriede (v. r.): Gründer Wolfgang Hackenberg, Tobias Gagern und Lennart Bochmann.

Auftakt an der Goseriede (v. r.): Gründer Wolfgang Hackenberg, Tobias Gagern und Lennart Bochmann.

Hannover.Die Vorschusslorbeeren sind groß. Wolfgang Wahlster, Erfinder der Industrie 4.0 und langjähriger Chef des Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz, sprach vom „aufregendsten Start-up Deutschlands“ und hatte damit sogar Ministerpräsident Stephan Weil überzeugt, zur Eröffnungsfeier der jungen Firma Synaos an der Goseriede zu kommen. Das gehöre eigentlich nicht zu seinen Aufgaben, sagt Weil, „aber wir freuen uns, dass dieses Startup aus Niedersachsen kommt – und wollen, dass es hier bleibt“.

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Synaos startet mit 6 Millionen Euro in Hannover

Sechs Millionen Euro Startkapital hat Synaos eingesammelt. Damit haben sich drei Softwareentwickler selbstständig gemacht, die bisher bei VW am Digitalisierungsprojekt Industrie 4.0 gearbeitet haben. Geschäftsführer Wolfgang Hackenberg sagt, es gehe darum, all die Logistik- und Produktionsroboter, wie sie aktuell auf der Hannover Messe herumfahren, in Fabriken und Logistikzentren miteinander intelligent zu vernetzen. Denn bisher habe jeder Hersteller seine eigene Software, kaum etwas sei kombinierbar.

„Wir freuen uns, dass dieses Start-up aus Niedersachsen kommt“: Ministerpräsident Stephan Weil bei der Synaos-Eröffnung.

„Wir freuen uns, dass dieses Start-up aus Niedersachsen kommt“: Ministerpräsident Stephan Weil bei der Synaos-Eröffnung.

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Roboter mit Künstlicher Intelligenz steuern

Nur mit einer intelligenten Steuerung aber ließen sich zugleich Flexibilität und Effizienz steigern, sagt Syanos-Produktionschef Lennart Bochmann. Es gebe in Logistik und Produktion „so viele Varianten, dass ein Mensch an Bildschirmen in einem Leitstand das nicht mehr überblicken kann“, sagt Technikchef Tobias Gagern. Synaos setzt sich aus den Begriffen Synchronisieren und Chaos zusammen: Künstliche Intelligenz soll helfen, Industrieprozesse besser abzuwickeln. Dieses Feld dürfe man „nicht China und dem Silicon Valley überlassen“, sagt Synaos-Chef Hackenberg: „In diesem Bereich liegen wir noch nicht zurück.“

Büroetage in der Goseriede zum Büroloft ausgebaut

Wenn alles nach Plan läuft, will Synaos Firmen helfen, 30 Prozent Hardware einzusparen. Die Technik soll innerhalb eines Tages in Firmen installiert werden können. Natürlich gibt es schon einen ersten Kunden: VW. Mit weiteren großen Firmen aber sei man schon im Gespräch, verrät Hackenberg. Im September gegründet, hat Synaos sich eine Büroetage im ehrwürdigen Tiedthof zum Loft ausgebaut. Nur in solch einem Arbeitsklima und solch einer zentralen Lage ließen sich spezialisierte Arbeitskräfte gewinnen. Zehn Mitarbeiter stark ist die Firma schon, vom „Jahrgangsbesten der RWTH Aachen bis zum Harvard-Absolventen“ sei alles dabei, hieß es am Dienstag. Bis Jahresende sollen es 30 sein. Und bis zum Sommer will Synaos weitere Kunden überzeugt haben, im November dann die erste Software installiert haben.

Gründer mit Ministerpräsident (v. li.): Tobias Gagern (CTO), Wolfgang Hackenberg (CEO), Stephan Weil und Lennart Bochmann (CPO).

Gründer mit Ministerpräsident (v. li.): Tobias Gagern (CTO), Wolfgang Hackenberg (CEO), Stephan Weil und Lennart Bochmann (CPO).

Von Conrad von Meding

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