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HAZ Hannover-Update: Beherrschbarer Corona-Herbst?

Liebe Leserinnen und Leser,

guten Morgen an diesem Donnerstag! Wir haben an dieser Stelle in letzter Zeit vergleichsweise selten über Corona gesprochen. Das lag nicht daran, dass es das Virus nicht mehr gäbe. Und zugegeben, wenn nicht andere globale Krisen dazwischengekommen wären, wäre die Aufmerksamkeit für die Pandemie vermutlich jetzt noch sehr viel höher. Dennoch hat die Omikron-Variante BA5, die Anfang des Jahres alle anderen verdrängt hat, die Spielregeln spürbar geändert.

Wer in diesem Sommer im europäischen Ausland im Urlaub war, wird das möglicherweise erlebt haben. Dort haben Regierungen und Gesellschaften, etwa in Spanien, schon vor einigen Monaten beschlossen, Corona zu behandeln wie andere Infektionskrankheiten auch - und Lockdowns ausgeschlossen. Anderswo heißt es, die deutschen Touristen erkenne man in diesem Jahr an ihren Masken.

Dass das nichts Schlechtes sein muss, haben uns die vergangenen beiden Jahre gezeigt. Deutschland ist alles in allem bemerkenswert gut durch die Pandemie gekommen - nicht zuletzt weil die Bereitschaft in der Bevölkerung groß war, Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Nur: Wann ist die Zeit, in den Vorkrisenmodus zurückzukehren?

Darüber macht sich seit längerer Zeit auch der hannoversche Pneumologe Tobias Welte Gedanken. Schon länger rät der Professor der Medizinischen Hochschule zu einem natürlich vorsichtigen, aber gelassenen Umgang mit der Pandemie. Jetzt sagt er im HAZ-Interview mit meiner Kollegin Susanna Bauch: „Wenn BA5 dominant bleibt, ist das keine schlechte Nachricht. Dann müssen wir uns vor allem Gedanken darüber machen, wie wir mit diesem Virus leben wollen.“ Da passt es, dass Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Mittwoch die Sommerwelle für gebrochen erklärt hat. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) dagegen ist pessimistisch, was den Herbst betrifft und sieht vieles anders als Welte. Auch das lesen Sie heute im Hannover-Update.

Und sonst? Geht heute die Schule wieder los! Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Schulmitarbeitern viel Spaß und ein ruhiges, im besten Sinne normales Schuljahr. Wobei: Dass das nicht so einfach wird, zeigt schon das Zahlenwerk: Viele Schüler, zu wenig Lehrer - das musste Kultusminister Grant-Hendrik Tonne (ebenfalls SPD) am Mittwoch gegenüber meiner Kollegin Saskia Döhner konstatieren. Aber, so die Hoffnung allenthalben: Zumindest wird es keine Lockdowns mehr geben.

Herzliche Grüße aus dem HAZ-Newsroom,

Ihr Felix Harbart

stellvertretender HAZ-Chefredakteur

 
 
 

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Zitat des Tages

Es sollte eine gewisse Ausstiegsstrategie entwickelt werden. Wir haben das Virus, es kann auch krank machen, aber das ist jetzt so, es wird so bleiben und wir müssen damit leben. Für so eine Strategie braucht es allerdings auch Mut.

Tobias Welte,

Professor für Pneumologie an der Medizinischen Hochschule Hannover

Thema des Tages

Der Experte: Professor Tobias Welte von der Medizinische Hochschule Hannover (MHH).

Professor Tobias Welte von der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) rät schon länger zu einem vorsichtigen, aber gelassenen Umgang mit der Corona-Pandemie.

Corona: MHH-Experte rechnet mit beherrschbarem Herbst

Hohe Immunisierung, geringe Klinik- und Intensivauslastung: Für MHH-Experte Prof. Tobias Welte ist derzeit keine neue Mutation des Coronavirus in Sicht – er sieht daher gute Chancen für eine Rückkehr zur Normalität. Jetzt lesen

 
 
 

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