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HAZ Hannover-Update: Ein Sparpaket, das wehtut

Liebe Leserinnen und Leser,

das tägliche Leben in Deutschland ist in den vergangenen sechs Wochen sprunghaft teurer geworden: Erstmals seit der Nachkriegszeit erreichte die Inflationsrate wieder die Marke von 10 Prozent. Private Haushalte schauen zurzeit so sehr aufs Geld wie schon viele Jahrzehnte lang nicht mehr. Finanzielle Rücklagen zu bilden, können sich viele Menschen in der aktuellen Situation schlichtweg nicht mehr leisten. Wie auch, wenn das Einkommen schon für den täglichen Bedarf knapp ist.

Auch Stadt und Region Hannover müssen angesichts von Inflation und steigenden Kosten sparen. Das ist für die stets unter Finanzdruck stehende Landeshauptstadt eigentlich nichts Neues, die aktuelle Situation erfordert allerdings sehr viel härtere Streichungen als bisher. Erstmals ist die grün-rote Koalition im Rathaus gezwungen, nun auch deutliche Einschnitte in von Kürzungen bisher ausgenommenen Bereichen vorzunehmen, schreibt mein Kollege, HAZ-Redakteur Andreas Schinkel, über das Konzept, das Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) und Stadtkämmerer Axel von der Ohe nun vorgelegt haben.

Allein für das laufende Jahr rechnet die Stadtspitze mit einem Minus von 230 Millionen Euro. Um die Stadt, wie Onay sagt, wieder in „ruhigeres, finanzielles Fahrwasser zu lenken“, sind diverse Maßnahmen im Gespräch. So sollen etwa die Grundsteuer erhöht und das Parken auch außerhalb der Innenstadt empfindlich teurer werden, der Eintritt in Museen und Schwimmbäder wird künftig höher liegen als bisher. „Wir haben hier ein Konsolidierungspaket, das wehtut, das Verzicht bedeutet und das uns nicht leichtgefallen ist“, sagt von der Ohe.

Besonders empfindlich treffen können die Sparpläne, über die noch der Rat entscheiden muss, langfristig Vereine und Initiativen. OB und Finanzdezernent wollen die Liste der Zuwendungen noch einmal gründlich prüfen - und Streichungen in Höhe von 8 Millionen Euro vornehmen. Das entspricht 10 Prozent des Gesamtetats für diesen Bereich. Auch im Kulturbereich steht ein Aderlass bevor. Dass einige Einrichtungen aufgrund des aktuellen Kostendrucks geschlossen oder zusammengelegt werden könnten, haben Onay und von der Ohe nicht mehr ausgeschlossen.

Aber auch die Verwaltung will sich dem Sparzwang stellen und beispielsweise Doppelstrukturen abschaffen oder Bezirksräte zusammenlegen. Onay und von der Ohe wollen mit der Region darüber verhandeln, ob künftig etwa auf beiden Seiten eine Ausländerbehörde notwendig sei. Die Region, die ebenfalls kräftig sparen muss, sei - so hieß es - gesprächsbereit. Dezernate und Fachbereiche dürfen nur noch 80 Prozent ihres Budgets ausgeben.

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Tag,

Ihre Dany Schrader

HAZ-Chefredakteurin

 
 
 

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Zitat des Tages

Unterm Strich: Arbeitssieg, Moral gezeigt, Teamgedanke hoch. Besser Fußball spielen müssen wir - und ich denke, das können wir auch.

Stefan Leitl,

Trainer von Hannover 96, zum Heimspielsieg

Lesen Sie hier den Artikel zum „Zitat des Tages“

 
 
 

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