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HAZ Hannover-Update: Fluchtziel Hannover

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist sicherlich kein optimaler Zustand, wochenlang in einer Notunterkunft unter dem Dach einer Messehalle zu leben. Einsortiert in eine akkurate Reihe klinisch weißer Zelte, ein wenig Sichtschutz durch abgehängte Bauzäune, ohne Blick ins Freie, nur mit dem Notwendigsten versorgt. Und dennoch sind Hannovers Messehallen schon für Zigtausende Geflüchtete zur Rettung in der Not geworden. Die Stadt hat es bereits 2015 geschafft, allen Schutzsuchenden ein festes Dach über dem Kopf zu geben. Das ist damals nicht allen deutschen Großstädten gelungen. Und auch den seit Jahresbeginn aus der Ukraine Vertriebenen konnte Hannover menschenwürdige Unterkünfte anbieten. Nun muss die Stadt beweisen, dass sie es noch einmal packen kann: Rund 5000 Geflüchtete aus der Ukraine und aus anderen Ländern muss Hannover in den kommenden Monaten aufnehmen, so hat es das Land Niedersachsen jetzt verfügt.

Nach Informationen der HAZ plant die Stadtverwaltung, drei weitere Messehallen anzumieten und zur vorübergehenden Unterkunft herzurichten. Dabei geht es (sicherlich für viele überraschend) nicht in erster Linie um Ukrainerinnen und Ukrainer. Zwar rechnen Experten damit, dass wieder mehr Betroffene vor Russlands Kriegsmaschinerie fliehen werden. Doch nach unseren Informationen machen über die Balkanroute kommende Menschen aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, Irak und Iran derzeit etwa zwei Drittel der gesamten Flüchtlinge aus, die nach Niedersachsen kommen. Wie stellt sich Hannover darauf ein? Wie viele Kinder werden kommen? Und wie weit ist eine Unterbringung überhaupt planbar? Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Die Umstände dieser neuen Flüchtlingskrise sind jedoch denkbar schlecht. Hannovers Stadtkasse ist leer, die Unterkünfte sind nahezu voll, und überall fehlt Verwaltungspersonal. Schafft Hannover das trotzdem?

Ja, Hannover wird den Kraftakt auch ein weiteres Mal meistern. Die Stadt kann Krisenmanagement. Und kann sich auf ihre Bevölkerung verlassen, auf die Solidarität und Hilfsbereitschaft der Hannoveranerinnen und Hannoveraner. Das meint zumindest mein Kollege Andreas Schinkel - der in seinem Kommentar jedoch auch davor warnt, dass die Aufnahme weiterer 5000 Menschen nicht ohne Knirschen ablaufen wird. Zu tief liegen die Grundprobleme in der Stadtverwaltung. Die übrigens nicht nur beim Flüchtlingsthema zutage treten, sondern auch den Einwohnern der Stadt noch viel zu oft im Alltag begegnen. Aber lesen Sie gerne selbst weiter in den Artikeln unseres heutigen „Themas des Tages“.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Feiertag,

Ihr Michael Soboll

Chef vom Dienst im HAZ-Newsroom

 
 
 

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Zitat des Tages

„Wenn die Stadtverwaltung immer nur klein beigibt, wird sich das Stadtzentrum bis 2025 nicht zum Besseren gewandelt haben.“

CDU-Baupolitiker Patrick Hoare zum Umgang mit verschleppten Sanierungsfristen des Investors im Bredero-Hochhaus.

Lesen Sie hier den Artikel zum „Zitat des Tages“:

 
 
 

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