Newsletter „Hannover Update“

HAZ Hannover-Update: Frieren für den Job?

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

noch ist der Herbst ein gutes Stück entfernt, doch die Nervosität vor den kühleren Tagen wächst schon jetzt, zumindest in der niedersächsischen Industrie. Es geht mal wieder ums Gas, von dem wir ahnen, dass es in der zweiten Jahreshälfte in Deutschland knapp werden dürfte. Und dann? Droht dann ein Verteilungskampf zwischen Betrieben und Bürgern? Die Industrie bringt jedenfalls schon einmal ihre Lobby in Stellung.

Von Rationierungen für Betriebe halten die Unternehmerverbände wenig, was keine große Überraschung ist. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Niedersachsenmetall, sagt, es müsse sichergestellt sein, dass elementar wichtige Branchen wie die Stahl-, Chemie- und Glasindustrie in die Gruppe geschützter Kunden aufgenommen würden. Hochöfen und Glasschmelzwannen ließen sich nicht beliebig ein- und ausschalten - das würde sie irreparabel beschädigen.

Glühende Hochöfen statt warmer Heizungen? Schmidt wiederholt damit noch einmal Forderungen aus dem März, als auch Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, provokant gefragt hatte: „Was nützt es, wenn man es warm zu Hause hat, aber keine Arbeit mehr, weil die Unternehmen nichts mehr herstellen können?“ Eine Rationierung von Gas für Betriebe vernichte Arbeitsplätze, warnt Schmidt nun erneut.

Man muss das vielleicht auch in einem größeren Kontext sehen. Jedes dritte Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Niedersachsen fürchtet aktuell um seine wirtschaftliche Existenz, vor allem die Automobilzulieferer leiden unter den Folgen von Pandemie und Krieg, wie mein Kollege Karl Doeleke schreibt. Die Stimmung ist deutlich schlechter als im Rest der Republik.

Vielleicht wird es doch ein heißer Herbst.

Kommen Sie gut in die neue Woche.

Ihr

Stefan Knopf

Chef vom Dienst im HAZ-Newsroom

 
 
 

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Aus unserer Sicht hat sich die Einbahnstraßenregelung bewährt.

Klemens Reher,

Vorsitzender des Kleingärtnervereins List, zu den Plänen, die Straße Am Jagdstall für den Autoverkehr zu sperren.

 
 
 

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Verband warnt: Jedes dritte Unternehmen in Niedersachsen fürchtet um seine Existenz

Eine Umfrage von Niedersachsenmetall zeigt: Vor allem Automobilzulieferer leiden unter den Folgen von Pandemie und Krieg. Der Arbeitgeberverband warnt vor einem „toxischen Cocktail“ aus Corona und Energiepreiskrise.

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