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HAZ-Hannover Update: In der Hochsommer-Dauerschleife

Liebe Leserinnen und Leser,

so wie die Woche gestern endete, so beginnt heute die neue: Mit Temperaturen über 30 Grad. Wenn die Meteorologen recht behalten, legt die Hitzewelle dann aber erstmal eine Verschnaufpause ein. Am Dienstag sei die große Hitze vorerst vorbei - wenn auch nicht für lange. Denn über dem Atlantik hat sich eine Konstellation aus Hoch- und Tiefdruckgebieten gebildet, die zu einem laufenden Auf und Ab von Hitzewellen führt. „Wir sind in einer Art Hochsommer-Dauerschleife gefangen“, berichtet Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q-Met. Diese Wetterlage könnte noch bis weit in den August hinein anhalten.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Region Hannover einen Temperaturrekord geknackt, gleichzeitig befindet sich der Pegel etwa der Leine auf einem historischen Tiefstand. Nun haben auch Wasserwerke in der Region eine Art Notstand ausgerufen: Die Stadtwerke Barsinghausen fordern zu Sparsamkeit auf und haben angekündigt, bei „unverhältnismäßigem“ Trinkwasserverbrauch die Versorgung einzuschränken oder gar zu stoppen. Der Wasserverband Garbsen-Neustadt stößt in dasselbe Horn – denn der derzeitige zusätzliche Wasserverbrauch sei teils bis zu 50 Prozent höher als sonst. Angesichts solcher Meldungen ist mein Kollege Ralph Hübner der Frage nachgegangen: Ist Hannover eigentlich ausreichend gut mit Trinkwasser versorgt? Die Antworten fallen unterschiedlich aus.

Zugegeben: In vielen Teilen der Welt haben Hitze und Trockenheit weitaus verheerendere Folgen als bislang in unserer Region Hannover. Aktuell kämpft etwa Spanien gegen einen massiven Waldbrand auf der Urlaubsinsel Teneriffa, hunderte Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Nahe dem Yosemite-Nationalpark im US-Bundesstaat Kalifornien kämpfen Feuerwehrleute gegen einen Waldbrand, der sich mit hoher Geschwindigkeit ausbreitet und ein „explosives Verhalten“ zeige.

Welche dieser Sommer-Katastrophen 2022 sind nur temporäre Ereignisse, was davon ist bereits Folge des Klimawandels? Welche Wechselbeziehungen zwischen Klima, Wetter, Wasser und Boden gibt es? Und was hat das mit der Luftqualität in unseren Städten zu tun? Fragen wie diese führen wieder zurück nach Hannover. Vor zwei Jahren hatte die Leibniz-Uni noch über die Schließung des Instituts für Meteorologie nachgedacht, jetzt plötzlich sollen die Wetter- und Klimaexperten mit einem neuen Studiengang eine deutschlandweite Vorreiterrolle spielen. Ab dem Wintersemester kann man in Hannover „Umweltmeteorologie“ studieren - mit (tragischerweise) besten Berufsaussichten. Wie es zu dieser Rolle rückwärts in Hannover kam, lesen Sie hier.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Start in die Woche, Ihr

Michael Soboll

Chef vom Dienst im HAZ-Newsroom

 
 
 

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Zitat des Tages

„Das sind jetzt richtige Familienmitglieder: Die Mama heißt Hörnchen, der Junge heißt Frieder, und das Mädchen heißt Friedchen.”

Edelgard Laubach

lebt seit Monaten mit einer Eichhörnchenfamilie auf ihrer Fensterbank

Lesen Sie hier den Artikel zum „Zitat des Tages“:

 
 
 

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