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HAZ Hannover-Update: Kultur in Zeiten der Krisen

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

an diesem Sonntag! Und so ein Sonntag - das ist ja der Tag zum Innehalten, an dem wir uns wenigstens wünschen, zur Ruhe, zur Besinnung zu kommen. Aber gelingt uns das eigentlich noch so ohne Weiteres? Können wir den Krisen-, Kriegs- und Koalitionskrachmodus überhaupt noch so wie auf Knopfdruck für einen Tag ausschalten?

Ohne eine der aktuellen Katastrophen bagatellisieren zu wollen - wir machen das jetzt wenigstens mal an dieser Stelle: Schauen wir mal nicht auf Konflikte. Schauen wir auf die Kultur. In Hannover. Es bietet sich an, denn da ist genau jetzt mächtig was los.

Am Freitagabend war Reinhard Mey in der Arena an der Expo-Plaza. Der „bunte Hund“, der mit leisen Tönen wenigstens für Momente die tosende See unserer Sorgen zu trösten vermag. 7000 singen am Ende in der Halle mit Mey „Über den Wolken“, notiert der Konzertbericht. Und weil unser Autor Lilean Buhl sicher einer der Jüngsten in der Arena gewesen ist, frage ich mich jetzt mit mildem Amüsement: Ob er wohl wenigstens leise mit den Oldies an der Stelle mitgesummt hat, wo es um Sehnsuchtsorte geht, an denen die Freiheit noch grenzenlos sein soll?

Kontrastprogramm im Wilden Westen der Stadt: Zu beiden Ufern der Ihme, in der Calenberger Neustadt und Linden, gab es die Premiere des neuen Kiezkultur-Festivals. Ein Ticket, sechs Bühnen, knapp 50 Solistinnen, Solisten und Bands. Ausverkauft! Lokale Acts wie WEZN, Serpentin, die Bands Forward, Ottolien und die kantige Post-NDW-Band mit dem schön scheinheiligen Namen Steintor Herrenchor, dazu bejubelte Newcomer aus dem Rest der Republik. Meine Kollegin Jule Trödel berichtet vom spektakulären Auflauf der jungen Wilden.

In der Staatsoper gab es derweil Applaus im Stehen nach der Ballett-Premiere von „A Wilde Story“, der mit Spannung erwarteten Choreografie von Ballettchef Marco Goecke. In anekdotischer Erzählweise inszeniert er Leben und Lieben, Worte und Werke des Dichters Oscar Wilde. Das gibt unserem Kritiker Stefan Arndt die Gelegenheit, sich als Lober hervorzutun.

Ein Tag, drei Momentaufnahmen. Von der Kultur in der Stadt. Die immer noch das Zeug dazu hat, eine der Kulturhauptstädte Europas zu sein. Oder wenigstens - Gruß nach Chemnitz! - Kulturhauptstadt der Herzen. Ich find‘s ganz gut, den Gedanken auch dann noch festzuhalten, wenn ab Montag wieder Krise ist.

Weitere wichtige Themen zum Tag haben wir wie gewohnt unten für Sie notiert. Spannende Lektüre verspricht Ihnen

Volker Wiedersheim

Chef vom Dienst im HAZ-Newsroom

 
 
 

Aktuelles zum Ukraine-Krieg

Liveblog: Krieg in der Ukraine - aktuelle News im Überblick

 
 
 

Thema des Tages

Ein Mann und seine Gitarre: Reinhard Mey machte in Hannovers ZAG-Arena 7000 Menschen froh. Fotografieren war während des Konzerts allerdings verboten – wir zeigen daher dieses Archivboild aus dem Jahr 2019.

Reinhard Mey in Hannovers ZAG-Arena: Leise Töne vom ewigen Gaukler

Reinhard Mey tritt auch in der ZAG-Arena völlig unprätentiös auf – vor 7000 Menschen reicht ihm seine Gitarre und seine Musik der leisen Töne. Aufhören will der 79-Jährige ganz offenkundig auf keinen Fall: Er will wiederkommen nach Hannover und wieder spielen. Jetzt lesen

 
 
 

Zitat des Tages

Wir hatten befürchtet, dass die Anlage deutlich näher an der Wohnbebauung liegen könnte. Aber tatsächlich ist diese ziemlich weit entfernt davon.

Klaus Tegeder,

Bezitksbürgermeister (SPD) in Misburg, über den Standort für Hannovers geplante zweite Müllverbrennungsanlage

 
 
 

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