HAZ Hannover-Update: Mehr Realismus bei den Kitas?
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© Quelle: HAZ (RND-Collage)
Liebe Leserinnen und Leser,
Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft, heißt es immer so schön. Wer allerdings die aktuelle Lage in den Kitas in den Blick nimmt, kann da schon mal ins Grübeln kommen. Die Diskussion um frühkindliche Bildung wird beherrscht von Themen wie Personalnot und verkürzten Betreuungszeiten. Und so hat Bildungsministerin Julia Willie Hamburg beim ersten niedersächsischen Kita-Gipfel am Donnerstag Verbände und Träger auf härtere Zeiten eingeschworen.
Bei der Beantwortung des Problems gebe es nahezu ausschließlich „unbequeme Wahrheiten, denen wir uns stellen müssen“, sagte Hamburg. Schon heute gebe es Kitas, „die nicht einmal die zweite Fachkraft finden - da reden wir noch gar nicht von einer dritten“. Doch was heißt das in der Praxis? Die Ministerin sprach davon, dass es Maßnahmen geben werde, die „nicht unseren qualitativen Ansprüchen genügen“. Konkreter wurde sie dabei aber nicht.
Schon vor der Konferenz war deutlich geworden, dass die Positionen in der Debatte weit auseinanderliegen. Die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens forderte unter dem Motto „Mehr Realismus in der Kita-Krise“ unter anderem, Gruppengrößen anzuheben und nicht-pädagogisches Personal zur Betreuung einzusetzen - eine Auffassung, der Kita-Verbände ausdrücklich widersprachen.
Am Ende der gestrigen Gespräche waren sich immerhin alle Beteiligten darin einig, dass die Ausbildungskapazitäten erhöht werden sollen, außerdem soll der Quereinstieg in den Beruf leichter werden. Konkrete Entscheidungen stehen aber aus. Hamburg dämpfte denn auch Hoffnungen auf zügige Reformen: Schnelle Lösungen gebe es nicht.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag,
Ihre Astrid Fabricius
Chefin vom Dienst im HAZ-Newsroom
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