Newsletter

HAZ Hannover-Update: Müssen wir Angst haben?

Liebe Leserinnen und Leser,

muss einem da nicht mulmig werden? Krieg in der Ukraine, ein Wiederaufleben alter Fronten aus dem Kalten Krieg, nukleares Säbelrasseln Hüben wie Drüben. Dazu Gaskrise, Wirtschaftskrise, vielleicht bald auch wieder Corona-Krise. Wie soll man mit all dem nur umgehen?

Was die unmittelbaren physischen Bedrohungen eines potenziellen neuen Atomkrieges betrifft, so hat mein Kollege Conrad von Meding in den Kleinanzeigen eine sehr individuelle Lösung gefunden. Für 3,5 Millionen Euro war dort ein mittelmäßig gemütlicher Atombunker in der Region Hannover annonciert. Genauer Ort: streng geheim. Von außen Backsteinoptik mit Efeubewuchs, von innen rustikale Funktionalität. Was es mit dem Gebäude auf sich hat und wer um Himmels Willen so etwas kauft (oder verkauft), lesen Sie heute im HAZ-Update.

Und was hilft sonst noch gegen die Angst? Vielleicht, sich zunächst einmal über die Art der Bedrohung klar zu werden. Der Göttinger Angstforscher Borwin Bandelow spricht im Interview über die Unterschiede zwischen der Corona- und der Gaskrise und im Zusammenhang damit über die zwischen Angst und Sorge. Und blickt, Fachmann, der er ist, gar nicht einmal so pessimistisch in den Herbst.

Richtiggehenden Optimismus strahlt dagegen CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann vor der Landtagswahl im Oktober aus. Im HAZ-Interview erklärt der Wirtschaftsminister, warum er die Atomkraftwerke länger laufen lassen, wie er die Probleme in der Schulpolitik lösen und warum er durchaus auch gerne mit den Grünen koalieren würde.

Unser Fazit im Hannover-Update, erstens: Angst ist nicht gleich Sorge und überhaupt ein schlechter Ratgeber - nicht nur, wenn man keine 3,5 Millionen für einen Backsteinbunker übrig hat. Und zweitens: Vor der Wahl ist alles offen.

Herzlich, Ihr

Felix Harbart

stellvertretender HAZ-Chefredakteur

 
 
 

Aktuelles zum Ukraine-Krieg

Liveblog: Krieg in der Ukraine - aktuelle News im Überblick

 
 
 

Thema des Tages

Gut getarnt: Der oberirdische Aufbau über dem Atomschutzbunker im Westen der Region Hannover, der jetzt zu verkaufen ist.

Gut getarnt: Der oberirdische Aufbau über dem Atomschutzbunker im Westen der Region Hannover, der jetzt zu verkaufen ist.

Atombunker zu verkaufen: Unterirdische Anlage bei Hannover für 3,5 Millionen Euro zu haben

Dieser Bunker sollte im Falle eines Atomangriffs die Telekommunikation für Polizei, Feuerwehr, Militär und Politik sicherstellen. Ein Unternehmer hat ihn vor Jahren gekauft – und will ihn jetzt weiterveräußern. Warum erwirbt man einen Bunker – und wie lange will man im Fall eines Angriffs darin ausharren, wenn draußen alles verstrahlt ist? Jetzt lesen

 
 
 

Zitat des Tages

Vielleicht ist Schwarz/Grün ein Zukunftsbündnis, das Wirtschaftskraft und Klimaschutz vereint. Das könnte eine gute Vision für Niedersachsen sein, wenn es von beiden Seiten gewollt wird.

Bernd Althusmann,

niedersächsischer CDU-Spitzenkandidat

 
 

Die Nachrichten aus Hannover und dem Norden

 
 
 

Corona-Zahlen des Tages

Aktuelle Daten zum Coronavirus in der Region Hannover: So viele Infizierte gibt es

Hier ansehen

 
 
 

Und dann war da noch ...

 
 
 

Abonnieren Sie auch

Mal raus – der Freizeit-Newsletter für die Region Hannover

Alle zwei Wochen mittwochs in Ihr Postfach

Hier kostenlos abonnieren

Mehr aus Hannover

 
 
 
 
 

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken