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HAZ Hannover Update: Neue Dynamik am Schnellweg

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist Anfang Oktober - und damit darf es ganz offiziell in der Leinemasch im Süden der Landeshauptstadt ernst werden. Theoretisch könnten jetzt Arbeiter anrücken und die ersten Sträucher und Bäume fällen, um Platz für den Bau des breiteren Südschnellwegs zu machen. 5,2 Hektar Grünfläche soll gerodet werden - und seit gestern ist auch klar, dass die Gegner und Demonstranten das tatsächlich nicht einfach hinnehmen wollen. In der Nacht auf Dienstag sind sie auf Bäume gestiegen und besetzten diese, um mögliche Fällungen zu verhindern.

Die Debatte um den Südschnellweg in Hannover hatte sich in den vergangenen Wochen überraschenderweise noch einmal zugespitzt. Obwohl ja eigentlich alles beschlossen ist. Die Region Hannover hatte vor mehr als einem Jahr grünes Licht gegeben für den Ausbau auf mehr als 25 Metern Breite. Gerichtlich überprüft ist der Beschluss ebenfalls. Die maßgeblichen Behörden bei Land und Bund, der ja Bauherr ist, versichern ebenfalls, dass es kein Zurück geben werde.

Und doch gibt es jetzt eine neue Dynamik. „Wenn es notwendig ist, bleiben wir bis zum Ende der Rodungssaison“, sagte ein Aktivist unserem Reporter Christian Bohnenkamp gestern vor Ort. Das würde bedeuten: Die Gruppe hielte über den Winter die Stellung in den Bäumen. Ist das denkbar? Schon einmal gaben Klima- und Umweltschützer ein Protestcamp in Hannover zu Beginn der kalten Jahreszeit auf - damals Fridays for Future vor dem Neuen Rathaus.

Und überhaupt: Gäbe es eigentlich noch Wege, die Verbreiterung der Schnellstraße zu verhindern? Damit hat sich Christian Bohnenkamp ebenfalls beschäftigt - lesen Sie hier seinen Überblick zur Frage, wer in diesem Fall etwas zu entscheiden hat.

In Hannover erleben wir im Kleinen, was in der ganzen Republik viele Menschen bewegt. Beim Braunkohletagebau in Nordrhein-Westfalen hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gestern das - vor allem symbolisch - wichtige Dorf Lützerath aufgegeben. Es darf weggebaggert werden, dafür zieht RWE den Kohleausstieg auf 2030 vor.

Und in Berlin berieten die Ministerpräsidenten und -präsidentinnen der Länder zusammen mit Olaf Scholz über den grundsätzlichen Kurs in der Energiekrise und bei den geplanten Entlastungen. Alle Informationen dazu finden Sie auf HAZ.de.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Mittwoch,

Ihr Ralf Heußinger

Chef vom Dienst im HAZ-Newsroom

 
 
 

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Florian Windeck,

will auch in diesem Jahr sein Weihnachtshaus in Langenhagen festlich illuminieren

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