Newsletter „Mal raus“

HAZ „Mal raus“: Oldtimer und Höhenzüge

Liebe Leserinnen und Leser,

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das laufende Jahr ist so gut wie abgehakt, und es gibt manchen Grund, ihm nicht zu sehr hinterherzutrauern. Hoffentlich konnten Sie die Weihnachtstage genießen.

Wir haben in unserem letzten Freizeit-Newsletter 2022 Wert auf Bewegung gelegt: Drei Wanderungen, zwei Spaziergänge, Klettern und Skifahren befinden sich unter unseren Vorschlägen. Für den größeren Ausflug haben wir Einbeck gewählt, seit Jahrhunderten eine Stadt des Bieres. Man könnte sie auch Stadt der Oldtimer nennen - aber lesen Sie selbst.

Neues Jahr, neues Glück und hoffentlich auch neue Ideen. Wenn Sie Tipps und Anregungen in Sachen Freizeitgestaltung haben, schicken Sie uns gerne an freizeit@haz.de eine E-Mail.

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Einen Guten Rutsch wünscht Ihnen

Bernd Haase

 
 
 

Der große Ausflug

Chromjuwelen im alten Kornspeicher

Der historische Kornspeicher in Einbeck heißt seit einigen Jahren PS-Speicher und zeigt 400 historische Fahrzeuge aus der Privatsammlung des Unternehmers Karl-Heinz Rehkopf. Und nicht nur das. Auch vier Depots im Stadtgebiet sind zugänglich - je eines für Lastwagen und Busse, Kleinwagen, Motorräder und weitere Oldtimer. Macht zusammen: 2500 Fahrzeuge auf 22.000 Quadratmetern Fläche und damit die größte Oldtimersammlung Europas.

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Auch der etwas außerhalb der Innenstadt liegende PS Speicher soll zur „Lockerungszone“ gehören.

Erst Korn, heute Autos: Der historische Speicher stammt aus dem Jahr 1899.

„Ich kaufe Gebrauchtwagen“, hat Sammler und Stifter Rehkopf, der sein Vermögen mit einer Baumarkt-Discounterkette machte, einmal gesagt. Angefangen hat es mit einem Motorrad der Marke Victoria V 99, Baujahr 1938. In den folgenden sechs Jahrzehnten ist dann immer mehr dazugekommen. Eigentlich wollte Rehkopf seine Schätze erst nach seinem Tod öffentlich zeigen lassen. Seine Kinder haben ihn davon überzeugt, dass es anders besser wäre. Deshalb hat er die Sammlung in eine Stiftung überführt und das Museum dann seiner Heimatstadt Einbeck geschenkt. Den Wert der Sammlung kann man kaum schätzen, geschweige denn beziffern.

Sammler Karl-Heinz Rehkopf mit dem ersten Serienauto Benz Velo.

Sammler Karl-Heinz Rehkopf mit dem ersten Serienauto Benz Velo.

Wobei: Das ist kein Museum, in dem die Fahrzeuge einfach so zur Ansicht herumstehen. Die Macher haben die Ausstellung auf sechs Stockwerken nach Jahrzehnten gegliedert. Der Rundgang beginnt oben bei Pferd und Fahrrad und endet ganz unten in der Zukunft mit selbstfahrenden Autos. Militärmotorräder aus dem Zweiten Weltkrieg befinden sich in einer nachgebauten Trümmerlandschaft, ein Amphibienfahrzeug steht auf einem Zeltplatz, Goggos, Isettas und Vespas sind in einer Milchbar drapiert. Dazu kommen interaktive Stationen, Buden und Abenteuerecken für Kinder. Ergibt zusammen: eine Zeitreise durch 200 Jahre Entwicklung der Mobilität, gestellt in den jeweiligen geschichtlichen Kontext.

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Vespas aus den Fünfzigerjahren stehen stilecht in einer Milchbar.

Vespas aus den Fünfzigerjahren stehen stilecht in einer Milchbar.

Wer im Speicher noch nicht genug gesehen hat, kann sich noch in den Depots umtun. Die Klein- und Kleinstwagensammlung zeigt unter anderem eine Auswahl an elektrisch betriebenen Fahrzeugen, bei den Nutzfahrzeugen sind außer Lastwagen und Bussen auch 30 der legendären Traktoren der Marke Lanz Bulldog zu sehen.

Wie kommt man hin und was kostet das?

Mit dem Auto von Hannover aus über die Bundesstraße 3 sind es bis Einbeck knapp 80 Kilometer. Regionalzüge des Metronom halten in Salzderhelden. Weiter geht es mit der Regionalbahn zum Ziel. Der PS-Speicher befindet sich am Tiedexer Tor 3. Geöffnet ist derzeit werktags außer montags von 11 bis 17 Uhr und an den Wochenendtagen von 10 bis 18 Uhr. Der Besuch der Depots ist in den Wintermonaten bis Ende März ausschließlich Gruppen vorbehalten und muss vorab gebucht werden. Eine Einzelkarte für Erwachsene kostet für die Hauptausstellung 18 Euro, ermäßigt 12 Euro. Im Angebot sind ferner Gruppen-, Familien- und Jahreskarten.

Was gibt es noch?

Das Alte Rathaus mit seinen drei Türmen ist das Wahrzeichen Einbecks.

Das Alte Rathaus mit seinen drei Türmen ist das Wahrzeichen Einbecks.

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Die Stadt Einbeck steht vor allem für zwei Dinge - Fachwerkhäuser und Bier. Im Jahr 1350 ist erstmals urkundlich erwähnt, dass von der Stadt im Weserbergland aus Fernhandel mit Bier betrieben wurde, und zwar weit über den deutschsprachigen Raum hinaus. Am besten lässt sich das mit einem Altstadtspaziergang und einem Besuch im Stadtmuseum nachvollziehen. Am Stadtrand liegt die Burg Greene aus dem 14. Jahrhundert, von der aus man einen schönen Blick ins Leinetal genießen kann. Wer wandern will, kann dies im Einbecker Stadtforst tun. Der ist hügelig und bietet ebenfalls tolle Aussichten.

 
 
 

Der kleine Ausflug

Ein Garten mit Geheimnissen

Drei Findlinge bilden den Druidenaltar in der Parkanlage.

Drei Findlinge bilden den Druidenaltar in der Parkanlage.

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Unter den vielen Parks, mit denen Hannover prunken kann, ist dieser ein oft verkanntes Schmuckstück. Der Hinübersche Garten in Marienwerder wurde um das Jahr 1767 angelegt. Federführend war dabei Jobst Anton von Hinüber, der Amtmann des nahen Klosters Marienwerder. Er war ein überzeugter Freimaurer und gestaltete den englischen Garten ganz im Sinne der aufklärerischen Geheimgesellschaften. Bis heute finden sich dort zahlreiche verborgene Symbole aus der Welt der Logen. Einen Rundgang startet man am besten an der Klosterkirche Marienwerder. Das um 1200 im romanischen Stil errichtete Gotteshaus gilt als älteste Kirche Hannovers und ist an sich schon einen Besuch wert. Für den etwa 2,5 Kilometer langen Spaziergang darf man ruhig eine Stunde einplanen. Die Klosterkirche liegt in der Straße Quantelholz 33; dort befindet sich auch eine Wegetafel.

 
 
 

Raus zur Wanderung

Wer nach den Feiertagen raus an die frische Luft und bei einer Wanderung ein paar Höhenmeter zurücklegen möchte, muss von Hannover aus nicht allzu weit fahren. Wir haben drei Vorschläge.

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Auf den Spuren des Teufels

Das Schleifbachtal im Deister trägt seinen Namen wegen der früher ansässigen Mühlen zum Schleifen von Holz. Außerdem wurde hier vom späten 18. Jahrhundert bis Mitte des 20. Jahrhunderts Deisterkohle abgebaut. Der Tourismus-Service Wennigsen hat eine Wanderung rund um das Tal ausgearbeitet, die außer Naturerlebnis auch Einblicke in die Geschichte bietet - und Mythisches.

Der Deister ist ein beliebtes Ausflugsziel. Der Tourismus-Service Wennigsen hat sich nun einige Tipps für winterliche Wanderungen einfallen lassen.

Lichtspiele im Deisterwald.

Die Wanderung beginnt am Waldparkplatz am westlichen Ortseingang der Wennigser Mark und führt durch das ehemalige Kohleabbaugebiet in dem Höhenzug. Der Teufel selbst soll der Sage nach hier einst sein Unwesen getrieben haben und für zahlreiche Unfälle im Bergbau verantwortlich gewesen sein. Ganz irdisch mit Schaufeln und Spitzhacken wurde er dann von den Bergleuten vertrieben. Es geht hinauf bis zur in der Nähe das Kamms gelegenen Schleifbachhütte und dann zurück über den Toppiusplatz mit dem nahe gelegenen ehemaligen königlichen Jagdschloss. Die beschriebene Tour ist rund 6,5 Kilometer lang; eine Grafik finden Sie hier.

Berge mit Weitblick

Mit Blickrichtung aus Hannover hinter dem Steinhuder Meer liegen die Rehburger Berge. Dort hat die Gemeinde Wölpinghausen einen Rundwanderweg eingerichtet, der unter anderem Weitblicke bietet - bei schönem Wetter bis zur Porta Westfalica.

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Das Jahrtausendkreuz von Bergkirchen ist ein Aussichtspunkt auf der Route.

Das Jahrtausendkreuz von Bergkirchen ist ein Aussichtspunkt auf der Route.

Für die Tour gibt es mehrere mögliche Startpunkte, einer davon ist die „Grüne Mitte“ im Ortskern von Wölpinghausen. Durch Felder und Wiesen gelangt man auf dem Weg Richtung Bergkirchen zum auf dem Bergrücken gelegenen Jahrtausendkreuz. Weitere Stationen sind die Wiedenbrügger Heide, Bad Rehburg als früherer Kurort des hannoverschen Adels sowie gegen Ende der Runde der Wilhelmsturm. Die geschilderte Tour ist vom Höhenprofil her überschaubar, führt über 10,9 Kilometer - es sei denn, man nutzt eine der ausgeschilderten Abkürzungsmöglichkeiten. Eine Grafik finden Sie hier.

Eine Runde über den Süntel

Der Süntel liegt von Hannover aus betrachtet hinterm Deister und damit auch nicht so sehr im Blickfeld wie dieser. Dabei hat auch dieser bis zu 440 Meter hohe Höhenzug seine Reize, wenn man sich an der frischen Luft bewegen möchte und ein wenig Auf und Ab nicht scheut.

Winterlicher Blick vom Süntelturm Richtung Hasperde bei Bad Münder.

Winterlicher Blick vom Süntelturm Richtung Hasperde bei Bad Münder.

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Ein Ausgangspunkt für Wanderungen ist der Parkplatz Bergschmiede bei Bad Münder. Von dort führen gleich vier ausgeschilderte Wanderungen mit unterschiedlichen Längen hoch zum Süntelturm und zurück. Eine der Routen führt vom Parkplatz aus auf dem Alten Tannenweg in den Wald hinein und zunächst zur Nordkuppe der Hohen Egge, die insgesamt den höchsten Punkt des Höhenzugs bildet. Auf der Südkuppe steht dann der vor 120 Jahren erbaute Süntelturm, der auch ein Ausflugslokal beherbergt. Ist die Hohe Egge passiert und umrundet, führen Fünfeichsweg, Eidechsenweg und Hülsebrink zurück zur Bergschmiede. Eine Zeit lang ist der Steinbach der Begleiter auf dem Weg durch den Wald. Die beschriebene Tour ist 12 Kilometer lang, es geht aber auch kürzer. Eine Grafik zur langen Version finden Sie hier.

 
 
 

Mal was anderes

Ein Künstler mit vielen Talenten

Unter dem Titel „Armin Mueller-Stahl – Aus dem Leben eines Gauklers“ zeigt das Stadtmuseum Burgdorf eine Retrospektive über das Lebenswerk des Künstlers, der 2020 seinen 90. Geburtstag feierte.

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Eine Vitrine im Stadtmuseum widmet sich der Verfilmung von Thomas Manns Roman "Buddenbrooks". Armin Mueller-Stahl hat Thomas Mann porträtiert.

Eine Vitrine im Stadtmuseum widmet sich der Verfilmung von Thomas Manns Roman "Buddenbrooks". Armin Mueller-Stahl hat Thomas Mann porträtiert.

Mueller-Stahl ist einem breiten Publikum vor allem als Schauspieler bekannt. Ursprünglich wollte er professioneller Geiger werden und studierte Musik. Seine Filmkarriere startete er in der DDR. Ab den 1980er-Jahren machte er sich jedoch auch in der Bundesrepublik und in den USA einen Namen. 1997 erhielt er eine Oscar-Nominierung für seine Rolle in „Shine – der Weg ins Licht“. Neben der Schauspielerei engagiert sich das Multitalent auch als Musiker, Maler und Schriftsteller. Die Ausstellung stellt den Künstler in all seinen Facetten vor und zeigt eine große Auswahl seiner Bilder, die Ausstellungsorganisator Michael Polte von verschiedenen Galeristen nach Burgdorf gelotst hat. Geöffnet ist noch bis zum 29. Januar sonnabends und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Das Stadtmuseum befindet sich in der Schmiedestraße 6.

 
 
 

Hannover entdecken

Auf den Spuren der Kriminalgeschichte

Neue Perspektiven: Der Beginenturm im Licht der Taschenlampen.

Der Beginenturm in der Altstadt ist Ausgangspunkt der Krimi-Tour.

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Der Verein Stattreisen, der in Hannover bei Stadtspaziergängen spannende Einblicke in die Geschichte der Landeshauptstadt, ins Alltagsleben und ins aktuelle Stadtgeschehen vermittelt, hat sein Programm für die ersten Monate des neuen Jahres veröffentlicht. Passend zur Jahreszeit wäre etwa die einstündige Führung „Mord, Intrigen, Hexerei“, die Hannovers Vergangenheit als Kriminalgeschichte über einen Zeitraum von 500 Jahren präsentiert. Dieses und weitere Angebote und Termine finden Sie hier.

Klettern in der Halle

Griffreich bietet Einstiegskurse für Jugendliche, Erwachsene und Familien.

Im Griffreich in Döhren geht es bis zu 15 Meter hoch hinauf.

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Es soll Menschen geben, denen nach den Feiertagen die Decke auf den Kopf fällt. Wenn es draußen zu sehr schmuddelt, wäre vielleicht eine Kletterpartie unter geschlossenem Dach eine Möglichkeit. Hannovers Kletterhallen machen sowohl Angebote für Einsteiger aller Altersgruppen als auch für Fortgeschrittene. Eine Übersicht finden Sie hier.

Und schließlich ...

Abfahrtslauf auf Skiern in der Skihalle in Bispingen: 100 Kilometer lange Kühlschläuche sorgen in Bispingen das ganze Jahr über für gute Bedingungen für Wintersportfreunde.

Abfahrtslauf auf Skiern in der Skihalle in Bispingen: 100 Kilometer lange Kühlschläuche sorgen in Bispingen das ganze Jahr über für gute Bedingungen für Wintersportfreunde.

... könnten Sie Skifahren oder Rodeln. Die Jahreszeit wäre geeignet, das Wetter hierzulande ist es derzeit nicht. Wetterunabhängig ist der Snow Dome in Bispingen, Norddeutschlands erste Skihalle. Was er zu bieten hat, wie man hinkommt und was es kostet, lesen Sie hier.

 
 
 

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