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Namen-Streit

Hindenburgstraße: CDU hängt Plakat gegen Umbenennung auf

CDU-Generalsekretär Kai Seefried plädiert für den Erhalt des Straßennamens.

CDU-Generalsekretär Kai Seefried plädiert für den Erhalt des Straßennamens.

Hannover.Die CDU-Landesgeschäftsstelle, Anlieger der Hindenburgstraße, nimmt Stellung zur Umbenennungsdebatte – mit einem Plakat vor der Fassade des Hauses. Auf dem Transparent ist das Straßenschild abgebildet mit der Unterzeile „#Wir sind Hindenburgstraße“. Niedersachsens CDU-Generalsekretär Kai Seefried betont, dass die CDU nicht die Person Hindenburg verklären wolle, sondern sich einen anderen Umgang mit Geschichte wünscht. „Es ist ein Irrglaube, dass man historische Persönlichkeiten posthum aus der Geschichte tilgen könnte“, sagt er. Seefried plädiert für einen kritischen Umgang mit der Person Hindenburg, etwa in Form einer erklärenden Tafel. Der Straßenname aber müsse bestehen bleiben.

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Das dürften auch viele Anwohner der von etlichen Villen gesäumten Straße so sehen. Hunderte Unterschriften wurden gesammelt, der Protest formiert sich. Doch die Umbenennung ist längst beschlossene Sache. Der Bezirksrat hat auf Initiative der SPD eine Entscheidung gefällt, weder Rat noch Stadtverwaltung signalisieren, die Sache an sich zu ziehen. Jetzt geht es darum, einen neuen Namen für die Straße zu finden. Dabei sollen auch die Anwohner eingebunden werden, meint die SPD.

Ehrung für Kohl oder Albrecht?

Die CDU hat sich bereits ein paar Gedanken gemacht. „Wir können uns vorstellen, den ehemaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht zu würdigen“, sagt Seefried. Auch über eine Ehrung für Helmut Kohl werde man nachdenken. Letzteres dürfte auch der SPD gefallen. Sie hatte vor einem Jahr vorgeschlagen, die Hindenburgstraße in Helmut-Kohl-Straße umzubenennen. Das sei ein großzügiges Angebot, meinte Hannovers SPD-Chef Alptekin Kirci damals.

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Von Andreas Schinkel

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