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Ostermarsch in Hannover

Hunderte Aktivisten demonstrieren für Frieden

Mehrere Hundert Demonstranten versammeln sich am Sonnabend zum traditionellen Ostermarsch auf dem Kröpcke.

Mehrere Hundert Demonstranten versammeln sich am Sonnabend zum traditionellen Ostermarsch auf dem Kröpcke.

Hannover. Zum traditionellen Ostermarsch haben sich am Sonnabend in Hannovers City mehrere Hundert Demonstranten versammelt. Mit bunten Fahnen und Trommelmusik zogen sie zunächst vom Kröpcke zur Aegidienkirche, danach ging es weiter zum Steintorplatz. "Europa muss eine Friedensmacht bleiben", sagte Lutz Krügener, Sprecher der Organisatoren, bei der Kundgebung in der Aegidienkirche. An den Ruinen der Kirche lasse sich noch immer die Vernichtungskraft des Krieges ablesen. "Handelt jetzt!", rief Krügener unter großem Applaus und nahm damit den Appell der Klimaschutz-Bewegung Fridays For Future auf.

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„Gegenpol zum Nationalismus bilden“

Mehrere Initiativen hatten zum Ostermarsch aufgerufen, darunter das Friedensbüro und die Grünen. „Wir sind zum ersten Mal dabei“, sagt Andreas Bergen von der Vereinigung Demokratie in Europa. Zwar stimme man nicht in allen Punkten mit anderen Teilnehmern überein, aber die grobe Richtung stimme. „Wir denken zum Beispiel nicht, dass Deutschland die Bundeswehr sofort abschaffen sollte“, sagt Holger Pleus von der Demokratie-Initiative. Klar sei aber, einen Gegenpol zum grassierenden Nationalismus zu bilden. „Wie wichtig es ist, auf den europäischen Friedensgedanken aufmerksam zu machen, zeigt sich gerade ein paar Meter weiter auf dem Georgsplatz“, meint Bergen. Damit spielt er auf eine parallele Kundgebung der rechtsextremen NPD an.

1986 waren 3000 Menschen auf der Straße

Seit Jahrzehnten gehen Bernhard Klinghammer und Karsten Petersen Ostern auf die Straße und recken ihre Plakate in die Höhe. „1986 zogen bestimmt 3000 Menschen durch die Stadt“,sagt Petersen. Sein Mitstreiter erinnert sich noch an die wilden sechziger Jahre. „Damals sind wir von Celle nach Hannover marschiert“, sagt er. Jetzt sei es mehr denn je nötig, für ein friedliches Zusammenleben einzutreten. „Die Gefahr einer atomaren Auseinandersetzung ist gestiegen“, sagt Petersen. Immer mehr Geld gäben viele Staaten für Rüstung aus. „Die Idee, Europa zu einer Militärmacht auszubauen, geht gegen unsere Interessen“, sagt er.

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Von Andreas Schinkel

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