Großeinsatz der Feuerwehr

ICE-Triebkopf brennt im Hauptbahnhof Hannover

Aus dem Triebwagen dringt dichter Rauch.

Aus dem Triebwagen dringt dichter Rauch.

Hannover. Im Hauptbahnhof Hannover ist am Dienstagmittag gegen 12 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache in einem Intercity-Express (ICE) ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz. Verletzt wurde laut Deutscher Bahn niemand. Alle Fahrgäste waren schnell genug aufgefordert worden, den Zug zu verlassen.

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ICE-Triebkopf brennt im Hauptbahnhof Hannover

ICE-Triebkopf brennt im Hauptbahnhof Hannover. Video: Tobias Morchner

Nach bisherigen Erkenntnissen war in einem Doppel-ICE von Berlin in Richtung Dortmund auf dem Gleis 12 am hinteren Triebwagen des vorneweg gekoppelten Zuges vermutlich wegen eines Kabelbrandes ein Schmorbrand ausgebrochen. Offene Flammen entstanden jedoch nicht. Im gesamten Bahnhof und auch am angrenzenden Raschplatz hatte sich jedoch Rauchgeruch ausgebreitet.

Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot an Einsatzfahrzeugen hinter den Bahnhof zum Raschplatz und zum Busbahnhof ausgerückt. Nach Angaben der Feuerwehr hatten Reisende eine Streife der Bundespolizei auf stechenden Brandgeruch aufmerksam gemacht. Unmittelbar danach war auch der Qualm am Triebwagen des stehenden Zuges entdeckt worden.

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„Es gab eine Rauchentwicklung im Motorenbereich“, sagte ein Sprecher der Bahn. Auf Anweisung der Feuerwehr seien dann der Zug und der gesamte Bahnsteig geräumt worden. Im ICE hatten sich zuvor mehrere Hundert Reisende aufgehalten. Die Polizei hatte wegen des Feuerwehreinsatzes den Bereich rund um den Bahnhof für den öffentlichen Straßenverkehr abgesperrt. Wegen der Löscharbeiten war unter anderem die Rundestraße an der Unterführung am Hauptbahnhof gesperrt.

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Auch die Üstra informierte ihre Fahrgäste über Einschränkungen auf den Strecken der Stadtbahnlinien 10 und 17 sowie bei mehreren Buslinien. Mittlerweile verkehren sie wieder auf dem normalen Fahrweg.

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Im Hauptbahnhof blieben die beiden Gleise 11 und 12 vom Ausbruch der Rauchentwicklung um 12 Uhr bis etwa gegen 15.20 Uhr gesperrt. „Weil alle anderen Gleise genutzt werden konnten, sind aber keine Züge ausgefallen“, sagte Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis am späten Nachmittag. Es sei lediglich zu Zugverspätungen von bis zu zehn Minuten gekommen. Unmittelbar vor der Freigabe der beiden Gleise hatte eine Diesellok den beschädigten Triebwagen in das Instandsetzungswerk der Bahn abgeschleppt. Anschließend war nach Angaben von Einsatzkräften auch die Oberleitung wieder angeschaltet werden. Die stromführende Leitung war am Mittag nach dem Ausbruch des Schmorbrandes wegen der notwendigen Löscharbeiten sofort ausgeschaltet worden.

Die Schadenshöhe am Zug konnte die Bahn am Abend noch nicht beziffern. Spekulationen, der Brand sei an einem Triebwagen der ersten ICE-Generation ausgebrochen, wies der Bahnsprecher zurück. Bei dem betroffenen Zug handelt es sich demnach um einen ICE-Triebwagen aus der zweiten von inzwischen vier Baureihen. Zur Brandursache konnte sich die Bahn noch nicht äußern. Die Untersuchungen von Technikern des Unternehmens sowie des Eisenbahnbundesamt seien noch nicht abgeschlossen. An den Ermittlungen sei die Polizei nicht beteiligt, weil es keine Anhaltspunkte für eine Straftat oder ein Fremdverschulden gebe.

Bereits am Dienstagmorgen hatte ein Zug der S-Bahnlinie 4 nach einer Rauchentwicklung im Motorenbereich sicherheitshalber am Bahnhof Langenhagen-Mitte einen längeren Halt eingelegt. Alle Fahrgäste mussten den Zug verlassen. Der Zug wurde außer Betrieb genommen.

Vor dem Aufgang zu den gesperrten Gleisen warten Fahrgäste auf neue Informationen der Bahn

Vor dem Aufgang zu den gesperrten Gleisen warten Fahrgäste auf neue Informationen der Bahn.

Von Ingo Rodriguez und Tobias Morchner

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