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„Joy as an Act of Resistance“

So klingt die neue Platte von Idles

Der Höhle entstiegen: Punkband Idles probt sonst im Bristoler Nachtclub „Batcave“ – benannt nach dem Batman-Hauptquartier.

Der Höhle entstiegen: Punkband Idles probt sonst im Bristoler Nachtclub „Batcave“ – benannt nach dem Batman-Hauptquartier.

Hannover.Passenderweise heißt der Bristoler Nachtclub, in dem Idles proben, Batcave – benannt nach dem Batman-Hauptquartier. Es wirkt, als hätte die Band von dort aus das Leben in der Außenwelt genau verfolgt: den Brexit, erstarkenden Rassismus, diffuse Ängste.

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Krachendes Debüt

Erst als die fünf Musiker im vergangenen Jahr ihr krachendes Debütalbum „Brutalism“ veröffentlichten, entstiegen sie der Höhle und rückten ins Rampenlicht. Als „eine der besten englischen Punkbands“ wurden sie bezeichnet. Seitdem sind Idles nur kurz in die Höhle zurückgekehrt, um das Folgealbum „Joy as an Act of Resistance“ zu schreiben, das nun erschienen ist.

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Ihre Songs spielen dort, wo die Probleme schwelen: im täglichen Mit- und Gegeneinander. In „Danny Nedelko“, einem Stück über Vorurteile gegenüber Migranten, bedient sich Sänger Joe Talbot dem Leitspruch von „Star Wars“-Jedimeister Yoda: „Fear leads to panic, panic leads to pain, pain leads to anger, anger leads to hate“ – Hüte dich vor der dunklen Seite der Macht.

Nicht neu, aber aufregend

Im hymnischen „Great“ knallt Talbot Fremdenhassern lakonisch „Islam didn’t eat your hamster“ entgegen. In „Samaritans“ wird ein dominantes Männlichkeitsbild aufgebaut („This is why you never see your father cry“), bis es mit einem verdrehten Katy-Perry-Zitat zerschossen wird: „I kissed a boy and I liked it“, wütet Talbot.

Die Musik der Punkrocker ist nicht neu, aber aufregend: düster, aggressiv, oft disharmonisch. Darüber wütet Sänger Joe Talbots raunend-aufbrausender Sprechgesang. Idles klingen wie ein Kinnhaken – von Batman persönlich verabreicht.

„Joy as an Act of Resistance" von Idles.

„Joy as an Act of Resistance" von Idles.

Von Manuel Behrens

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