Hannover

Käßmann und Brodowy arbeiten für „Asphalt“

Das sind die neuen Herausgeber von „Asphalt“. Margot Käßmann und Matthias Brodowy.

Das sind die neuen Herausgeber von „Asphalt“. Margot Käßmann und Matthias Brodowy.

Hannover. Die ehemalige Landesbischöfin Margot Käßmann und der Kabarettist Matthias Brodowy sind neue Herausgeber des Straßenmagazins „Asphalt“. Die Gesellschafter des Magazins, das Diakonische Werk Hannover und die Hannoversche Initiative obdachloser Bürger (H.I.o.B.), haben die beiden in das Ehrenamt berufen. Dritter Herausgeber bleibt der Leiter des Diakonischen Werkes, Pastor Reiner Müller-Brandes. Am Dienstagvormittag wurden die beiden neuen Herausgeber in den Räumen von „Asphalt“ vorgestellt.

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Die ehemalige Landesbischöfin Margot Käßmann ist neue Herausgeberin des Straßenmagazins "Asphalt"

Video: Mathias Klein

Zerwürfnis mit Legatis und Geiling

Käßmann und Brodowy übernehmen die Nachfolge von Hanna Legatis und Heiko Geiling. Mit beiden war es im vergangenen Jahr zu einem schweren Zerwürfnis gekommen. Lagatis war nach eigenen Angaben von ihrem Herausgeberposten enthoben worden, daraufhin war Geiling von seinem Amt zurückgetreten. Zu den Gründen wollte Müller-Bandes auch am Dienstag keine Angaben machen. „Das ist Vergangenheit“, sagte er lediglich.

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Die Herausgeber sollen, anders als bisher üblich, wesentlich stärker in „Asphalt“ vorkommen. Redaktionsleiter Volker Macke kündigte an, dass sie Kolumnen und Essays schreiben würden sowie Interviews.

Käßmann hat spontan bei „Asphalt“ zugesagt

Käßmann sagte, sie habe „mit großer Freude sehr spontan zugesagt“, als sie gefragt worden sei, ob sie neue „Asphalt“-Herausgeberin werden wolle. Sie habe schon immer eine enge Beziehung zu dem Straßenmagazin, betonte sie. Beispielsweise habe sie bei ihrem Einführungsgottesdienst als Landesbischöfin vor 20 Jahren die Kollekte für Asphalt bestimmt.

Augenhöhe ist für Verkäufer wichtig

Das Straßenmagazin sorge neben einer guten journalistischen Arbeit auch für eine Begegnung der bedürftigen Verkäufer mit den Verkäufern auf Augenhöhe, sagte sie. Außerdem könnten die Menschen, die die Zeitschrift kauften, leichter die Hemmschwelle überwinden, mit den Verkäufern ins Gespräch zu kommen.

Brodowy will keine „Asphalt“-Käufer aus Mitleid

Neu-Herausgeber Brodowy betonte, es sei wichtig, dass die Menschen „Asphalt“ nicht aus Mitleid kauften. „Sie sollen das Straßenmagazin kaufen, weil es einfach gut ist.“ Und dazu wolle er jetzt seinen Beitrag leisten.

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„Asphalt“ wird 25 Jahre

Das Straßenmagazin „Asphalt“ wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Die Zeitschrift, die Bedürftige unterstützen sollen, erscheint in einer Gesamtauflage von 22.500 Exemplaren in 16 Städten. Insgesamt gibt es 170 Verkäufer, davon 110 in Hannover. Die Verkäufer kaufen ein Exemplar für 1,10 Euro und verkaufen es dann für 2,20 Euro. „Asphalt“ finanziert sich zu 40 Prozent aus dem Verkaufserlös, 5-8 von Anzeigen, der Rest kommt aus Spenden.

Lesen Sie mehr: Zoff bei "Asphalt"

Von Mathias Klein

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