Sportzentrum in Linden-Süd

Kaiser-Center ist verkauft – und bleibt geöffnet

Bleibt geöffnet: Das Kaiser-Center in Linden-Süd.

Bleibt geöffnet: Das Kaiser-Center in Linden-Süd.

Hannover. Doch dessen Chef Lorenz Hansen gibt eine Bestandsgarantie für die in Hannover knappen und deshalb begehrten Plätze: „Wir finden den Standort gut. Wir wollen da etwas entwickeln und langfristig als Sportstätte betreiben“, sagte Hansen gegenüber der HAZ und fügt mit Blick auf die nächsten zwei Jahre an: „Die durchgängige Öffnung ist gewährleistet.“

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Zuletzt hatte es eine große Unsicherheit über den Fortbestand des Sportcenters gegeben. Der bisherige Betreiber und Besitzer, Horst Plätzer wollte die Anlage aus Altersgründen abgeben und hatte deshalb allen Mitarbeitern gekündigt. Einige von ihnen können nun aufatmen. Der bisherige Chef des angegliederten, aber wirtschaftlich eigenständigen Fitnesscenters, Sven Körner, übernimmt für den neuen Besitzer Gundlach den Betrieb des gesamten Kaiser-Centers. Die zehn Squashcourts, zwölf Badmintonfelder und fünf Tennisplätze bleiben daher unverändert bespielbar.

Noch keine Lösung für Gastronomie

Keine Lösung ließ sich allerdings für den auch personalintensiven Bereich der Gastronomie und Sauna sowie der Kegelbahn finden. Diese drei zudem arg in die Jahre gekommenen und daher stark sanierungsbedürftigen Bereiche sind ab sofort dicht. Ob das auch für die an den Umkleide- und Duschbereich angegliederte kleine Sauna der Ballsportler und die im Kaiser-Center trainierenden Vereinsmannschaften gilt, blieb zunächst unklar. Ebenso, in welchem Umfang der neue Betriebsleiter Körner nun doch noch bewährtes Personal übernehmen kann.

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Wichtiger Aspekte der Lösung für Stammkunden des Kaiser-Centers: Wer Abonnementsangebote wie etwa Zehnerkarten und Ähnliches für die Sportplätze gekauft habe, muss keine Sorge haben, dass nicht abgegoltene Nutzungen verfallen könnten. Bei der HAZ hatten sich in den vergangenen Wochen vielfach Leser gemeldet und bemängelt, dass in dieser Frage große Unsicherheit bestehe. Auch für die Kunden des eingestellten Saunabetriebs ist eine Regelung gefunden worden: Wie Lorenz berichtet, können Inhaber von Zehnerkarten für noch offene Besuche andere Sauna-Anbieter in Anspruch nehmen, die die Kosten mit dem Kaiser-Center verrechnen.

Komplizierte Übernahme

Laut Hansen war die Übernahme kompliziert, da der bisherige Eigentümer Betrieb und Immobilie unter einem Firmendach organisiert hatte. Zum Kaufpreis der Anlage an der „Kaisergabel“ wollte der Gundlach keine Angaben machen. Die weitergehenden Plänen seines Unternehmens an der Stelle sollten indes vor allem Studenten hellhörig werden lassen. Lorenz kann sich sehr gut vorstellen auf dem Areal ein Studentenwohnheim zu errichten. Die unmittelbare Nähe zur Hochschule mit fast 10.000 Studierenden, deren Hauptcampus sich am Ricklinger Stadtweg und damit quasi direkt auf der anderen Straßenseite befindet, macht das zum naheliegenden Gedanken. Beim Umfang des Neubauprojektes wollte sich Hansen noch nicht festlegen lassen. „Ich weiß jetzt noch nicht, ob das am Ende 100 oder 200 Wohneinheiten sein werden, aber in der Größenordnung wird es sich schon bewegen“, erklärte der Gundlach-Chef.

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