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Lösungsansätze in Hannover

Kommt jetzt das Ein-Euro-Ticket für Busse und Bahnen?

Um den Autoverkehr in Hannover zu reduzieren, muss der Nahverkehr ausgebaut werden.

Um den Autoverkehr in Hannover zu reduzieren, muss der Nahverkehr ausgebaut werden.

Hannover.In Hannover suchen Stadtverwaltung und Ratspolitik nach Wegen, wie die Luftverschmutzung bekämpft werden kann. Im Kern geht es darum, den Autoverkehr zu reduzieren, indem die Menschen ermuntert werden, auf andere Verkehrsmittel umzusteigen, allen voran das Fahrrad sowie Busse und Bahnen. Weitreichend ist der Vorschlag der Mehrheitsfraktionen (SPD, Grüne, FDP), ein deutlich vergünstigtes Jahresticket für 365 Euro anzubieten. Die Bundesregierung ging kürzlich sogar noch einen Schritt weiter und brachte einen kostenlosen Nahverkehr ins Gespräch.

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Beide Vorschläge stoßen auf heftige Kritik in der Regionsverwaltung. Zu teuer und technisch nicht umsetzbar seien solche Angebote, heißt es. Manche Stadtbahnlinien in Hannover seien schon jetzt am Rande ihrer Kapazitäten. Dennoch wird der Druck auf die kommunalen Verkehrsunternehmen steigen. Im hannoverschen Rat sind sich die Parteien weitestgehend einig, dass Hannovers Tarifsystem für den öffentlichen Nahverkehr übersichtlicher und zum Teil preisgünstiger werden muss.

Zudem will das Ampel-Bündnis im Rat den Radverkehr fördern. Alle Radfahrstreifen auf der Straße sollen rot markiert werden, insbesondere auf Kreuzungen werden die Wege für Radler auf diese Weise besser ersichtlich. Die Hauptrouten des Radverkehrs soll die Stadt stellenweise verbreitern, sodass mehr Platz für Lastenräder und Fahrräder mit Anhängern entsteht. Das Netz von Fahrradstraßen soll verdichtet werden.

Die Ratspolitik will den Umstieg von einem Verkehrsmittel ins andere erleichtern. Mehr Park-and-Ride-Plätze sollen entstehen, ebenso Bike-and-Ride-Plätze, die mit Ladestationen für Elektrofahrräder ausgestattet sind. Bis das Angebot tatsächlich verfügbar ist, dürfte es noch ein paar Jahre dauern. Zunächst soll die Stadtverwaltung untersuchen, wo in Hannover solche Parkplätze gebraucht werden.

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Auf besonders befahrenen Straßen, die zugleich die schlechtesten Luftwerte aufweisen, soll künftig Tempo 30 gelten – zumindest für eine Testphase. Die Stadtverwaltung will die Marienstraße, die Göttinger Straße und die Friedrich-Ebert-Straße für einen vom Land initiierten Modellversuch anmelden. Der startet frühestens im kommenden Jahr, falls sich das Land für die vorgeschlagenen Straßen entscheidet.

Von Andreas Schinkel

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