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Herzog-von-Cumberland-Stiftung

Familienkrach bei den Welfen

Ernst August Prinz von Hannover (links) wurde aus dem Vorstand der Herzog-von-Cumberland-Stiftung abberufen – zugunsten des 33-jährigen Erbprinz Ernst August (rechts).

Demnach soll der 62-jährige Ernst August Prinz von Hannover 2012 als Vorstand der Herzog-von-Cumberland-Stiftung abgesetzt worden sein. Zu seinem Nachfolger wurde sein Sohn gekürt, der 33-jährige Erbprinz Ernst August. Laut „Bunte“ fühlt sich der Senior von seiner Familie nun hintergangen. Der lange von Krankheit gebeutelte Ernst August sen. ist gesundheitlich offenbar wieder besser beieinander – und er ist wenig konfliktscheu. So soll er den Promi-Anwalt Malte Berlin beauftragt haben, seine Abberufung rückgängig zu machen.

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Bei dem Zwist geht es nicht nur um Klatsch und Tratsch aus der Welt der Blaublüter. Es geht um handfeste wirtschaftliche Interessen, schätzungsweise um mehrere Hundert Millionen Euro und um ein riesiges Anwesen im oberösterreichischen Grünau im Almtal, wo Ernst August sen. – fern von seiner Frau Caroline – häufig weilt.

Hintergrund: Die Besitzungen der Welfen in Deutschland – darunter die Marienburg – hat der Senior schon 2004 auf seinen Sohn übertragen. Er selbst behielt allerdings die Kontrolle über das Vermögen in Österreich. Dieses wird von eben jener Cumberland-Stiftung verwaltet. An deren Spitze stand seit 1987 Ernst August sen. selbst. Außerdem im Vorstand: Zwei Liechtensteiner Vermögensverwalter. Und diese sollen laut „Bunte“ gemeinsam mit dem Sohn den Vater abgesetzt haben. Ein Vorgehen, das eigentlich nur bei Geschäftsunfähigkeit des Seniors zulässig wäre.

Dem Erbprinzen, der im Juli seine Verlobte Ekaterina Malysheva heiraten will, könnte nun ein langer Rechtsstreit ins Haus stehen: Über Führungszwist muss laut Stiftungssatzung ein privates Schiedsgericht entscheiden. Außerdem könnte der Vater dem Sohn das Einverständnis zur Eheschließung versagen, das nach dem Hausgesetz der Welfen nötig ist.

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Der Erbprinz bemüht sich unterdessen, die Wogen zu glätten: Der Medienbericht ziele darauf ab, „eine unschöne Auseinandersetzung innerhalb meiner Familie auszulösen“, erklärte er gegenüber der HAZ. Den Vorgang selbst wolle er nicht kommentieren: „Die Anwürfe werden innerhalb der Familie und auf den geeigneten Wegen zu klären sein.“

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