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Philologentag in Goslar

Kultusminister Tonne gewährt Korrekturtage für Abiklausuren

Man versteht sich:  Kultusminister Grant Hendrik Tonne (l., SPD), niedersächsischer Kultusminister, und Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes, in Goslar.

Man versteht sich: Kultusminister Grant Hendrik Tonne (l., SPD), niedersächsischer Kultusminister, und Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes, in Goslar.

Goslar.Gymnasiallehrer, die Abiturklausuren korrigieren müssen, sollen künftig vom normalen Unterricht freigestellt werden. Ihre Stunden sollen Kollegen übernehmen, die keine Abiturprüfungen haben. Das hat Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Mittwoch beim Philologentag in Goslar vor 300 Delegierten angekündigt. Zudem soll für 2019 der Abiturtausch zwischen den Schulen ausgesetzt werden. Bislang mussten alle vier Jahre bestimmte Schulen, die von der Landesschulbehörde vorher festgelegt wurden, in bestimmten Fächern ihre Abiturklausuren tauschen. Die Arbeiten mussten dann von einem zweiten, jeweils schulfremden Lehrer noch einmal begutachtet werden. So soll eine objektivere Benotung gewährleistet werden.

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Diese beiden Maßnahmen seien nur erste Schritte, um kurzfristig Entlastungen im Arbeitsalltag zu schaffn, sagte Tonne. Das Ministerium arbeite derzeit an einer Streichliste, Pädagogen sollten von unsinnigen Bürokratieaufgaben befreit werden, das Land will einen Katalog von Musterkonzepten herausgeben, damit nicht jede Schule ihre eigenen Konzepte entwickeln.

„Gymnasiallehrer sollen weniger unterrichten“

Philologenchef Horst Audritz zeigte sich zufrieden, dass die langjährige Forderung nach der Einführung von Korrekturtagen für Abiklausuren endlich erfüllt werde. Es sei aber eine grundsätzlichere Verbesserung der Arbeitsbedingungen überfällig. Gymnasiallehrer machten erwiesenermaßen die meisten Überstunden, nämlich laut einer Arbeitszeitstudie der Uni Göttingen in der Wochen rund 3 Stunden und fünf Minuten, deshalb müssten sie dringend weniger unterrichten. Derzeit müssen Gymnaisallehrer 23,5 Stunden in der Woche unterrichten. Der Philologenverband fordert zudem die Einführung einer Altersermäßigung für Pädagogen ab 55 Jahren und mehr Entlastungsstunden für Lehrer, die Sonderaufgaben übernehmen.

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Von Saskia Döhner

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