Oststadt

Ladenlokal auf Lister Meile wird zum Sorgenkind

Die „Fooderia Silencia“ in der Nummer 32 der Lister Meile musste schließen.

Die „Fooderia Silencia“ in der Nummer 32 der Lister Meile musste schließen.

Oststadt. Eigentlich gilt die Lister Meile bei Einzelhändlern als 1A-Lage. Und so bleibt auch selten ein Laden lange leer stehen. Doch seit Sommer haben gleich zwei Handelsflächen in einem Häuserkomplex Probleme mit einem Nachfolger. Im Oststädter Teil der Lister Meile stehen derzeit zwei prominente Geschäfte leer und sind neu zu vermieten. „Schäffer’s Starke Männer“ - ein Bekleidungshaus für Herrenübergrößen - war fast 20 Jahre lang an der Hausnummer 34 beheimatet, dann hatte der Firmenchef aus Altersgründen aufgegeben. Nebenan in der Nummer 32 hat die „Fooderia Silencia“ nach knapp zwei Jahren wieder dicht gemacht - auch diese Räume stehen zur Neuvermietung.

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Vor allem die Nummer 32 ist ein Sorgenkind der Meile. Nach dem Umzug des Bekleidungsgeschäfts „Go Bäng“ im Jahr 2009 wegen zu hoher Mietforderungen geben sich Nachmieter die Klinke in die Hand. Bereits dreimal scheiterte ein Gastronomiekonzept. Der private Vermieter ist seit Längerem auf der Suche nach einer Wiederbelebung des Geschäfts, „am liebsten aber keine Gastronomie.“ Das Konzept bewähre sich in diesem Teil der Meile offenbar nicht.

Dirk Eberitzsch, Sprecher der Kaufleutegemeinschaft Aktion Lister Meile, sorgt sich allerdings nicht um neue Mieter für die Geschäftsimmobilien. „Die Lage ist nicht problematisch“, sagt der Geschäftsführer der Buchhandlung Leuenhagen & Paris, die sich direkt gegenüber befindet. Das Bekleidungshaus Schäffer in der Nummer 34 sei jedenfalls viele Jahre ebenso gut gelaufen wie zuvor das Bekleidungshaus von Aloys Bunge an derselben Adresse.

Dessen Hoch-Zeiten sind aber schon lange vorbei, 1997 musste das Unternehmen Konkurs anmelden. Der Betrieb war in den vierziger Jahren von Aloys Bunge gegründet worden. Dieser kleidete in dem Geschäft an der Lister Meile mehr als 40 Jahre lang die Herren Hannovers ein - auch mit Modellen von der Stange in Übergrößen. 1985 wurden die Räume an Sohn Kurt übergeben. Nach dessen plötzlichem Tod führte seine Frau Birgit den Betrieb mit mehr als 20 Mitarbeitern weiter - doch in immer stärkerem Maße blieben die Kunden aus. In den Jahren vor der Geschäftsaufgabe verfolgte sie den Expansionskurs nicht weiter. Ihr Mann hatte nach und nach kleine Läden neben dem Bekleidungshaus übernommen und als Schaufenster genutzt. Heute sind dort wieder kleine Geschäfte ansässig.

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Das Bekleidungshaus mit 800 Quadratmetern Geschäftsfläche in Keller, Erdgeschoss und erster Etage war zum Jahreswechsel von der Hamelner Firma „Barhaus Immobilien“ gekauft und bis vor Kurzem renoviert worden. Zu potenziellen Mietern oder zum Zeitpunkt einer Neuvermietung wollte sich der Geschäftsführer ausdrücklich nicht äußern.

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