Italienische Küche

Lago Maggiore

Gastwirt "Gibi" Gianbattista Rossi

Gastwirt durch und durch: "Gibi" Gianbattista Rossi (rechts) und seine Mitarbeiter freuen sich auf ihre Gäste.

Pattensen. Ein anständiger Italiener für eine Spontanpizza und ein Glässchen Roten findet sich in der Regel gleich um die Ecke. Kein Grund eigentlich, sich ausgerechnet nach Pattensen aufzumachen, wenn einen die Sehnsucht nach „Bella Italia“ überkommt. Doch meine Bürogenossin schwärmt seit einer Zeit unablässig von einem dort ansässigen Wirt namens „Gibi“ (sprich: Dschibie). Was meine Neugier geweckt hat. „Gibi“ ist der Spitzname von Gianbattista Rossi, der mit einem Kompagnon einst das „La Fortuna“ in der List betrieb, ein kurzes Gastspiel als Koch im „Castello“ in Herrenhausen einlegte und vor rund einem halben Jahr in Pattensen mit dem „Lago Maggiore“ erneut den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.

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Bei den Pattensern haben sich Rossi, sein Charme und seine unkomplizierte, aber äußerst schmackhafte Küche längst herumgesprochen. Und auch ich mutiere im Handumdrehen zum „Gibi-Jünger“. Meine Bürogenossin hat mir vorab versprochen, dass der Gastgeber nicht nur „der netteste weit und breit“ ist, sondern auch der großzügigste. Und in der Tat: Als wir unsere Bestellung aufgeben, verkündet Rossi, der seinen Gästen stets mit unaufdringlicher Höflichkeit zu Diensten ist, dass die Vorspeise „aufs Haus“ geht. Wir haben die Wahl zwischen einem Antipasti-Teller oder Bruschetta, einer kross gebackenen Weißbrotscheibe, üppigst belegt mit fein gewürfelten Tomaten, Zwiebeln, viel Knoblauch und Parmesan.

Meine Begleiterin entscheidet sich für die gemischten Vorspeisen, gefolgt von grünen Ravioli mit grünem Spargel (12,90 Euro). Ich wähle die Bruschetta und eine Pizza Bianca mit Gorgonzola-Frischkäse-Mix, Kirschtomaten und luftgetrocknetem Schinken (11,50 Euro). Die großzügig bemessenen Antipasti meiner Mittesterin beinhalten gebratene Auberginen und Zucchini, marinierte Austernpilze, gegrillte Paprika, Tomate mit Mozzarella, Oliven und einen in hauchdünne Tranchen geschnittenen Hackbraten. Dazu kommt ein Körbchen mit frischem Weiß- und warmem Pizzabrot. Meine Bruschetta ist zwar tadellos, aber ein wenig Neid beschleicht mich angesichts des üppigen Tellers meines Gegenübers dennoch.

Auch beim Hauptgang habe ich das Nachsehen. Meine Pizza ist absolut in Ordnung, ihre Pasta aber eine kleine Offenbarung: Die mit Spargel und Ricotta gefüllten Ravioli harmonieren perfekt mit der fein abgeschmeckten Sauce, die im Wesentlichen ebenfalls aus Spargel und Ricotta besteht. Für „weder zu käsig noch zu spargelig“ befindet meine Mittesterin das Nudelgericht – ein Urteil, dem ich mich ohne Widerspruch anschließe.

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Beim zweiten Besuch, diesmal abends, bestätigt sich der hervorragende Eindruck: Mein Begleiter wählt ein Kalbskotelett mit Salbei (16,50 Euro), das punktgenau gegrillt serviert wird. Ich entscheide mich für Lammbraten (14,50 Euro), der vor allem durch auffallende Zartheit besticht. Die Vorspeisen (Carpaccio und die bereits erwähnten Antipasti) sowie der abschließende Espresso gehen abermals aufs Haus. Bei so viel Gastfreundschaft kann man nur sagen: Salute! – und: Arrivederci!

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