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Smart City Hannover

Land fördert Start-Up-Zentrum im Ideenlabor Hafven

Auftakt für das Start-Up-Zentrum Hafven Smart City: Hendrik Schwedt, Uwe Tschischak, Bernd Althusmann, Lars Mietzner und Stephan Tillack (von links).

Auftakt für das Start-Up-Zentrum Hafven Smart City: Hendrik Schwedt, Uwe Tschischak, Bernd Althusmann, Lars Mietzner und Stephan Tillack (von links).

Hannover.Junge Gründer im Digitalbereich bekommen bald tatkräftige Hilfe in einem neuen Start-Up-Zentrum. Das Kreativlabor Hafven in der Nordstadt startet jetzt ein Programm zum Thema Smart City. Als Mentoren stehen den Gründern Mitarbeiter von Nord/LB, Volkswagen Financial Services und Madsack Medien Hannover zur Seite. Gespräche mit weiteren Firmen wie der TUI Group laufen. Gründer können sich mit ihrer Geschäftsidee ab sofort auf der Internetseite Hafven Smart City bewerben. Vier ausgewählte Start-Ups erhalten ab April sechs Monate lang intensive Betreuung.

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Zum Auftakt hat Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann Donnerstag den Hafven besucht. Angesichts von nackten Betonwänden, roh gezimmertem Rednerpult und jungen Menschen mit Wollmützen bemerkte der Minister: „Ich spüre einen gewissen Spirit. Ein bisschen crazy wirkt das Ganze schon.“ Und fuhr dann ernster fort: „Wir brauchen digitale Produkte, die das Leben der Menschen deutlich vereinfachen.“ Althusmann will die Quote der Unternehmensgründungen in Niedersachsen steigern. Dazu soll auch ein neuer vergrößerter Wagniskapitalfonds aufgelegt werden. Außerdem will das Land zwei Millionen Euro pro Jahr für Gründerstipendien ausschütten.

Niedersachsen fördert das Start-Up-Zentrum Hafven Smart City zwei Jahre lang mit 131.000 Euro. Die gleiche Summe fließt von den drei Unternehmenspartnern in das Projekt. Die kooperierenden Konzerne wollen die Start-Ups aber vor allem beratend unterstützen und erhoffen sich zugleich Ideenanregungen. „Hier wird quer zur Hierarchie gequatscht. Und das ist in einem Bankgebäude unmöglich“, sagt Stephan Tillack, Leiter Konzern-IT bei der Nord/LB. Die Landesbank kooperiert bereits mit dem Hafven. Tillack lässt kleine Teams dort auf eigenen Wunsch Büroplätze nutzen oder Workshops in anderer Atmosphäre abhalten.

„Wir erhoffen uns gegenseitiges Lernen auf Augenhöhe“, sagt Uwe Tschischak von Volkswagen Finances. Die Autoindustrie sei in einem dramatischen Wandel. „In Zukunft geht es eher um Dienstleistungen. Darum sind wir hier.“ Auf Hilfestellung und Austausch setzt auch Madsack. „Wir haben viel Erfahrung mit Start-Ups im eigenen Haus“, sagt Lars Mietzner von Madsack Medien Hannover.

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Die Gründer bekommen im Start-Up-Zentrum Schulungen von der Wirtschaftsförderung Hannoverimpuls, der Unternehmensberatuung KPMG, der Blockchain-Beratung Pey und der Leibniz-Universität. Im Hafven schult zudem Dörte Roloff die Gründer. Sie hat bereits für die Hochschule Hannover das Entrepreneurship-Center Nexter aufgebaut. „Digitale Lösungen finden hier im Hafven Anwendung. Wir sehen uns deshalb als Zukunftslabor“, sagt Hendrik Schwedt, Leiter des Start-Up-Zentrums.

Von Bärbel Hilbig

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