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Alternative zu Hochbahnsteig

Limmerstraße: Region erteilt Stadtbahn-Tunnel klare Absage

An dieser Stelle in Höhe der Sparkasse soll einer der Hochbahnsteige auf der Limmerstraße entstehen.

An dieser Stelle in Höhe der Sparkasse soll einer der Hochbahnsteige auf der Limmerstraße entstehen.

Hannover. Einen Tunnel für die Stadtbahnen in der Limmerstraße hat der Bezirksrat Linden-Limmer ins Gespräch gebracht. Am Mittwochabend votierten die Politiker mit großer Mehrheit für einen Prüfauftrag der CDU – gegen die Stimmen der SPD. Demnach soll die Verwaltung der Region Hannover ermitteln, ob eine unterirdische Lösung von der Spinnereistraße bis zum Westschnellweg technisch möglich, wirtschaftlich und finanzierbar sei. Viel Zeit für die Prüfung nimmt die Region sich nicht: „Der Bau eines Tunnels ist völlig abwegig“, erklärte Sprecherin Carmen Pförtner am Donnerstag auf Anfrage.

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Proteste der Geschäftsleute

Dass die Tunneldebatte auf die Tagesordnung kam, liegt an den ungeliebten Hochbahnsteigen, die auf der Limmerstraße gebaut werden sollen. Der Bezirksrat hatte sich vehement vor allen gegen die Standorte von zwei der massigen Baukörper ausgesprochen, die ausgerechnet in engen Bereichen der Fußgängerzone der Limmerstraße errichtet werden sollen. Auch betroffene Geschäftsleute und Gastronomen protestierten. Führen die Bahnen unterirdisch, so argumentiert der Bezirksrat, gäbe es diese Probleme nicht.

Die Christdemokraten weisen in ihrem Antrag darauf hin, dass 75 Prozent der Kosten eines Tunnels von Bund und Land bezuschusst werden könnten. Durch eine spätere Anbindung an das Neubaugebiet Wasserstadt könnte sich der Tunnel rechnen, meinen sie. Regionssprecherin Pförtner aber stellt klar: „Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zu dem Nutzen, da es eine funktionierende oberirdische Strecke bereits gibt – ohne eine nachgewiesene Wirtschaftlichkeit gibt es auch keine Fördermittel.“ Grob gerechnet koste ein Kilometer Tunnel etwa 100 Millionen Euro – ein Hochbahnsteig kostet 3 Millionen.

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Beschluss ist gefallen

Weiter hinten im Begründungstext sprechen die Christdemokraten selbst von "Visionen". Die Entscheidung für die drei Hochbahnsteige ist auf höherer politischer Ebene bereits gefallen: Die Regionsversammlung hat sich dafür ausgesprochen, das Ampelbündnis im Rat schloss sich an. Allerdings regt sich weiterhin Protest: Seit Dienstag ist eine Onlinepetition im Netz. Darin fordern Bürger einen Verzicht auf die Hochbahnsteige an den geplanten Standorten.

Von Juliane Kaune

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