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Antrag

Linke: Region soll Klage gegen Nachtflüge unterstützen

In Hannover sind Nachtflüge erlaubt - zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr. Jetzt wächst der Protest.

In Hannover sind Nachtflüge erlaubt - zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr. Jetzt wächst der Protest.

Hannover. In Hannovers nördlichen Umlandkommunen formiert sich zunehmend Protest gegen die Nachtflugerlaubnis am hannoverschen Flughafen – jetzt fordert die Linke in der Regionsversammlung, dass die Region eine mögliche Klage auch finanziell unterstützt. Die Initiative „Besser ohne Nachtflug – Hannover Airport“ (Bon-Ha) habe 23.000 Euro Spenden gesammelt und schätze den notwendigen Betrag auf 50 000 Euro. Deshalb solle sich die Region mit 25 000 Euro beteiligen, heißt es in einem Antrag der Linken an die Regionsversammlung. Zudem müsse Regionspräsident Hauke Jagau sich bei den Kommunen, die von den Nachtflügen betroffen seien, dafür stark machen, dass auch diese die Klage unterstützten, findet der Linken-Politiker Michael Fleischmann.

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Der Flughafen hat eine Erlaubnis, rund um die Uhr Flüge abzuwickeln. Sie ist befristet bis Ende 2019 etwas eingeschränkt, was die Zahl lauter Starts und Landungen betrifft, diese Beschränkung läuft aus. Die Landesregierung muss neu über die Einschränkungen befinden, wobei die Nachtflugerlaubnis grundsätzlich nicht zur Debatte steht – der Bund fordert, dass der Flughafen rund um die Uhr erreichbar ist.

Flughafenchef Raoul Hille betont, dass durch Schallschutzprojekte wie etwa neue Fenster in Schlafzimmern bereits hohe Standards eingeführt seien, trotzdem wolle man sich neuen Auflagen nicht versperren. Die Nachtöffnung sei aber notwendig für den Wirtschaftsstandort.

Fleischmann dagegen argumentiert, dass die Flughäfen Hamburg, Bremen und Düsseldorf auch ohne Nachtflugerlaubnis höhere Gewinne erzielten. In Hannover verlagerten sich die Flüge zunehmend von den Tag- in die Nachtstunden. Jüngsten Zahlen zufolge erfolgten 18 Prozent der Abflüge nachts, die Zahl steige. Fluglärm, besonders nachts, sei gesundheitsschädigend. Die Bewohner vor allem in Burgdorf, Langenhagen, Isernhagen und Garbsen müssten vor den Nachtflügen geschützt werden.

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Von Conrad von Meding

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