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Hannover

Managerschule Gisma wird zur Hochschule

Managerschule wird Hochschule: Geschäftsführer Thorsten Thiel vor der Gisma in der Goethestraße.

Managerschule wird Hochschule: Geschäftsführer Thorsten Thiel vor der Gisma in der Goethestraße.

Hannover.Hannover bekommt aller Voraussicht nach eine neunte Hochschule: Die private Managerschule Gisma an der Goethestraße steht kurz vor der staatlichen Anerkennung. Bisher hat die vor 20 Jahren gegründete Einrichtung im Franchise Studiengänge von ausländischen Partnerhochschulen angeboten. „Für uns ist die Anerkennung als Hochschule ein entscheidender Schritt. Zum ersten Mal können wir eigene Angebote machen und selbst Abschlüsse vergeben“, betont Gisma-Geschäftsführer Thorsten Thiel.

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Die Gisma Business School hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Als große Unternehmen, Land Niedersachsen sowie der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder die Managerschule 1999 anschoben, verknüpften sich hochgesteckte Erwartungen damit. Die Firmen hofften, talentierte Nachwuchskräfte aus dem Ausland anzulocken sowie eigene Mitarbeiter international fit zu machen. Doch weil Sponsorengelder ausblieben und auch das Land aus der Finanzierung ausstieg, musste die Gisma Insolvenz 2013 anmelden. Als neuer Eigentümer stieg die britisch-niederländische Gruppe Global University Systems ein.

Hochschule startet im Oktober

Für den Aufbau einer Hochschule muss die Gisma ihre Geschäftsfelder trennen. Die bisherige Tätigkeit mit Masterstudiengängen von Partnern läuft in der Gisma Global GmbH weiter, und zwar überwiegend an den Standorten Berlin und demnächst Hamburg. Am Hauptsitz in Hannover gründet sich die Gisma Business University of Applied Sciences (Hochschule für angewandte Wissenschaften), die ab Oktober Master für Agrarbusiness sowie Digitale Transformation anbietet. Ein Master of Business Administration folgt im April 2020. Die Kosten für die Programme, die in Vollzeit 18 Monate dauern, in Teilzeit 36 Monate, liegen bei 18.600 bis 28.600 Euro.

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„Die Anerkennung als Hochschule bedeutet, dass wir den Bildungsansprüchen im deutschsprachigen Raum jetzt noch besser gerecht werden können“, sagt der zukünftige Hochschulpräsident Ivo Matser. Der Eigentümer Global University Systems hat die Finanzierung der Hochschule in der Anlaufphase zugesichert. Damit die Kurse sich tragen, sind später 30 bis 35 Studenten erforderlich.

In Hannover lernen auch 125 Sprachschüler

Neben der Hochschule führt die Gisma in Hannover eine Sprachschule von Global University Systems, die auf den Besuch einer deutschen Uni vorbereitet. Aktuell sind 125 Sprachschüler eingeschrieben. Ab 2. Mai starten in Hannover außerdem 15 Master-Studierende in einem Franchise-Programm mit der Kingston Business School. In Berlin hat die Gisma 200 Master-Studenten sowie 60 Sprachschüler.

Der Wissenschaftsrat hat die Anerkennung als Hochschule befürwortet. Die Gisma hatte den Antrag in Abstimmung mit dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium vorbereitet. Die abschließende Genehmigung liegt beim Ministerium.

Von Bärbel Hilbig

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