HAZ-Kritiker blicken zurück

Mit Jesus und Fee: So waren Hannovers Top-Konzerte im September

Jesus in der Tui-Arena? Nein, Sänger Jared Leto von Thirty Seconds to Mars.

Jesus in der Tui-Arena? Nein, Sänger Jared Leto von Thirty Seconds to Mars.

31.8. (HAZ-Bericht erschienen am 1.9.), Parkbühne: Sido / Savas

Hannover. Kann man als Rapper in Würde altern? Savas und Sido zumindest können es schon. Die Beats sind immer noch fett, der Flow stimmt auch noch – allerdings will der Funke bei den meisten neuen Songs nicht mehr so richtig überspringen, hat HAZ-Kritikerin Lisa Malecha beobachtet.

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5.9., Tui-Arena: Thirty Seconds to Mars (8500 Besucher)

Hauptsache, Jared Leto ist da, Sänger, Schauspieler und, ja, Oscar-Preisträger. Er rennt, kreiselt oder gibt mit Umhang und ausgebreiteten Armen den coolen Messias mit Mähne, Rauschbart und Sonnenbrille – und er ist bestens bei Stimme, wie HAZ-Kritiker Uwe Janssen herausgehört hat.

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6.9., Pavillon: De-Phazz

Wiedergänger aus der Zeit, als Facebook noch nicht erfunden war. Fans von damals sind jetzt 50. Der Sturm im Cocktailglas feiert 20. Geburtstag, wie der HAZ-Spezialist für dieses Genre – Bernd "Tiga" Schwope – feinsinnig anmerkt. Und er weiß zu schätzen, dass De-Phazz live als eine gereifte Soul-Funk-Band mit nervenkitzelnder Livedynamik auftritt.

14.9., NDR-Funkhaus: Kurt Rosenwinkel & NDR-Bigband

Bandleader Geir Lysne hat sechs Stücke Rosenwinkels für seine Musiker arrangiert, hat deren Länge dabei zum Teil verdoppelt und Raum für die Persönlichkeiten einzelner Solisten geschaffen. Die Begeisterung beim Publikum ist spürbar – und bei HAZ-Autor Thomas Kaestle diese typisch Melancholie des Kritikers, wenn eine Show nicht ausverkauft ist, obwohl sie es verdient hat.

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18.9., Lux: Fee

Klar, wenn die Schmetterlinge im Bauch in den Sturzflug übergehen, kann man auf der kleinen Bühne im Lux schon mal echt harte Fernwehattacken bekommen. Fee zum Beispiel. Aber dann geht es: ab in den "Süden". Und, so hat HAZ-Mitarbeiterin Jaqueline Hadasch beobachtet, wird im Lux gesungen, getanzt, gesprungen und geschwitzt.

19.9., Swiss-Life-Hall: Rea Garvey

Eine harte Schale für einen gefühlvollen Musiker. Echten Rock liefert der Gründer der Band Reamonn eher weniger, notiert HAZ-Redakteur Uwe Kranz. Dafür erzählt er zwischendurch Anekdoten aus der guten, alten Zeit - "The Beautiful Life". "Vergesst nicht, wie schön das Leben ist", ruft er den Fans zum Schluss zu.

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27.9., Theater am Aegi: Maybebop

Im Theater am Aegi ist die hannoversche A-capella-Gruppe Maybebop so häufig zu Gast, es gilt praktisch als das Wohnzimmer des Quartetts, wo man sich mit Freunden trifft (in diesem Fall gehört der Popchor Vivid Voices von der Musikhochschule dazu). Es wird gesungen und gewitzelt, Fußball und Flüchtlinge, RWE und Religion. Riesenapplaus, Zugaben, noch mehr Applaus – ein bisschen wie immer, und wie immer schön.

Und was kommt 2019?

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Von HAZ

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