Bikesharing

Mobike fällt bei Stiftung Warentest durch

Überall in Hannover findet man derzeit auf den Kopf gestellte Mobike-Fahrräder. Stiftung Warentest rät: Lieber so stehen lassen, nicht umdrehen, nicht nutzen.

Überall in Hannover findet man derzeit auf den Kopf gestellte Mobike-Fahrräder. Stiftung Warentest rät: Lieber so stehen lassen, nicht umdrehen, nicht nutzen.

Hannover. Aus Hannovers Stadtbild sind sie derzeit nicht wegzudenken –an vielen Ecken stehen die orangefarbenen Räder des chinesischen Bikesharing-Anbieters Mobike. Auf jedem Rad ist erklärt, wie man mithilfe einer App die Räder für kurze Fahrten nutzen kann. Doch Stiftung Warentest hat die Mobike-Räder und die von fünf weiteren Anbietern getestet –und rät klar von Mobike ab.

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Sechs Anbieter getestet

Getestet wurden deutschlandweit Nextbike, Call a bike, Donkey Republic, Limebike, Byke und Mobike. Gut abgeschnitten haben Call a Bike und Nextbike, die in Deutschland seit mehr als zehn Jahren aktiv sind. Bei den vier Neuanbietern, die in den letzten zwei Jahren in Deutschland gestartet sind, fanden die Tester dagegen teils erhebliche Mängel. Nextbike und Call a bike bescheinigten die Tester dagegen ein gutes Ergebnis.

Zu schwache Bremsen

So hatten alle vier Neulinge an ihren Rädern zu schwache Bremsen. Diese müssen bei Stiftung Warentest in der Lage sein, vorne wie hinten 150 Kilogramm zu stoppen. Die Messlatte wurde für die Mieträder auf 120 Kilogramm gesenkt –und trotzdem von allen vieren gerissen. Am schlechtesten schnitt Byke ab: Gerade einmal 22 Kilogramm konnte die Bremse anhalten, das entsprach gerade mal dem Eigengewicht des Rades. Die Räder von Nextbike und Call a bike seien dagegen sicher.

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Daten unverschlüsselt

Bei den Fahreigenschaften schnitt Mobike wegen der Vollgummireifen, der fehlenden Gangschaltung und der relativ kleinen Rahmen seiner Räder am schlechtesten ab. Zwar gebe es auch größere Modelle mit Gangschaltung, in der App sei aber nicht erkennbar, auf welche der angezeigten Räder das zutreffe. Die heftigste Kritik übten die Tester aber am Datenverhalten des chinesischen Konzerns. So habe die Android-App von Mobike im Test Standort und Zeitstempel, aber auch Geräte-ID des Handys und Telefonnummer unverschlüsselt versendet. Die iOS-App von Mobike sei teilweise auf chinesisch geführt.

Im Ergebnis waren die Tester daher eindeutig: „Von den vier Neulingen raten wir ab“, heißt es im Bericht. Mobike war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Eine Empfehlung gab es nur für Nextbike und Call a bike. Call a Bike, das eine Kooperation mit der Deutschen Bahn hat, hat eine Verleihstation am Hauptbahnhof. Hierhin muss das Rad auch wieder zurückgebracht werden. Nextbike ist derzeit laut eigener Homepage in Hannover nicht verfügbar.

Von Heiko Randermann

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