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Kirchrode

Modernes Wohnen im Trautenauer Hof

Im Trautenauer Hof sollen bald moderne Wohnhäuser stehen.

Im Trautenauer Hof sollen bald moderne Wohnhäuser stehen.

Kirchrode. Schon bald beginnt in Kirchrode der Abriss einer kompletten Wohnanlage. Die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover (GBH) will ab Herbst die ersten Häuser im Trautenauer Hof abreißen lassen. Anstelle der neun völlig veralteten Gebäude sollen dort sieben Neubauten errichtet werden. Die GBH investiert rund 19 Millionen Euro in das Projekt. Den dazugehörigen vorhabenbezogenen Bebauungsplan hat der Rat inzwischen beschlossen.

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„Der Abbruch beginnt mit den Häusern Trautenauer Hof 9 und 11“, sagt GBH-Sprecherin Petra Jünemann. Die sieben Mieter, die dort noch wohnen, werden zunächst in die Nachbarhäuser umziehen. Von Frühjahr 2016 bis Sommer 2017 sollen die ersten Neubauten errichtet werden. „Bei Beginn des zweiten Bauabschnitts werden voraussichtlich 29 Mieter die Wohnungen wechseln“, sagt Jünemann. Die Umzugskosten werde die GBH übernehmen.

Die zweite Bauphase ist von Herbst 2017 bis Sommer/Herbst 2018 geplant. In welcher Reihenfolge die übrigen Bestandsgebäude dem Erdboden gleichgemacht werden, ist noch offen. Nach Auskunft der GBH-Sprecherin steht bislang nur eines fest: „Das zuletzt abzubrechende Haus wird der Trautenauer Hof 13 sein.“

Die bestehende Wohnanlage, die sich über etwa zwei Fußballfelder erstreckt, ist längst nicht mehr zeitgemäß. Die zweigeschossigen Häuser wurden ab 1965 für Senioren gebaut, dennoch sind sie nicht barrierefrei. Die oberen Wohnungen sind nur über eine Treppe zu erreichen, und selbst die Erdgeschosswohnungen haben eine Stufe. Die Türen sind mit Rollstuhl oder Rollator nur schwer zu passieren, und die Bäder sind für pflegebedürftige Menschen weitgehend ungeeignet.

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„Für das Jahr 1966 war die Anlage super“, sagt Elfy May. Die Seniorenbegleiterin arbeitet bereits seit 1984 im Trautenauer Hof. „Zu Hochzeiten hatten wir 80 bis 90 Bewohner, mittlerweile wird man diese Wohnungen aber nicht mehr los“, berichtet sie. Diese seien einfach zu klein und nicht mehr auf die heutigen Bedürfnisse von Senioren zugeschnitten.

Die neuen Häuser im Trautenauer Hof sollen nach den Plänen der Architekten vom Büro Kellner, Schleich, Wunderling ein „Idyll im Grünen“ bleiben - nur eben modern. Die Wohnfläche in der parkähnlichen Anlage zwischen Brabeckstraße und Döhrbruch soll zwar größer werden, das Wohngebiet seinen beschaulichen Charakter aber nicht verlieren. Insgesamt 89 Ein- bis Fünfzimmerwohnungen werden dort entstehen, bislang gab es dort nur 60 Wohnungen. Die Hälfte der neuen Wohnungen ist für Senioren reserviert, zudem werden drei Viertel des neuen Wohnraums öffentlich gefördert. Als wichtige Neuerung in der Wohnanlage ist ein Wohncafé geplant. Bisher gab es zwar auch das Café Neugier, doch das war nur unregelmäßig geöffnet.

Die zukünftige Einrichtung soll die Bewohner noch stärker miteinander in Kontakt bringen. „Viele Senioren machen sich selbst etwas einsam“, sagt May und begrüßt den Ausbau der Gemeinschaftsfläche. Dort will die GBH ihr stadtweites Seniorenkonzept „Wohnen plus“ verwirklichen, wonach etwa Mahlzeiten gemeinsam eingenommen und gesellige Treffen organisiert werden. Dabei wird May die Senioren im Trautenauer Hof aber nicht mehr begleiten. Die neue Ära der Wohnanlage läutet auch für sie einen neuen Lebensabschnitt ein. Sie geht 2017 in Rente.

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