Gastronomie

Mövenpick übergibt die Schlossküche Herrenhausen

Als Mövenpick-Angestellter leitet Grauwinkel das Restaurant seit der Eröffnung vor zehn Jahren, Althof war 25 Jahre Direktor des Mövenpick am Kröpcke und ist heute als sogenannter Delegierter des Konzerns für dessen Restaurants in ganz Deutschland tätig. Mit der Herrenhausen Verwaltungs GmbH Gastronomie & Co. KG als Verpächterin hat das Betreiberduo einen Vertrag über zehn Jahre abgeschlossen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die Mitarbeiter - 15 im Winter, 30 während der Sommersaison - würden alle übernommen, sagt Grauwinkel, der sich als geschäftsführender Gesellschafter der zu gründenden Betriebsgesellschaft um das operative Geschäft kümmert, während Althof sich als „Seniorpartner“ und Berater sieht. „Wir sind froh, mit Herrn Grauwinkel und Herrn Althof zwei Gastronomen gefunden zu haben, die langjährige Erfahrung mit der Bewirtung in den Herrenhäuser Gärten mitbringen“, sagt Wilken von Bothmer, Geschäftsführer der Herrenhausen Verwaltungs GmbH. Die 1998 gegründete Beteiligungsgesellschaft, deren Gesellschafter Nord/LB, Sparkasse Hannover, Sparkassenverband Niedersachsen und VGH sind, hatte im gleichen Jahr das Gelände der Schlossküche per Erbbauvertrag von der Stadt übernommen und an Mövenpick verpachtet.

Dass sich das Unternehmen aus Herrenhausen zurückzieht, begründet Althof damit, dass Mövenpick im Zuge der Diskussion um den Schlossneubau im Großen Garten über „neue Varianten“ nachgedacht habe. „Da kam die Idee der Übergabe ins Spiel“, sagt der Gastronom, der bis Ende 2010 auch noch seine Funktion für Mövenpick ausübt. Ein Sprecher des Konzerns war am Freitag nicht zu erreichen. „Gerade in der sicher nicht einfachen Bauphase kann ein starkes Management vor Ort besser reagieren als ein großer Konzern“, meint Grauwinkel. Er und Althof betonen, dass der Betrieb der Schlossküche, zu deren Zuständigkeit auch die Bewirtung der Galerie, der Orangerie und der Veranstaltungen in den Herrenhäuser Gärten gehört, nicht nur eine wirtschaftliche Chance, sondern auch ein Risiko sei.

Wenn ab 2012 der von der VW-Stiftung geplante Schlossneubau steht, soll die Schlossküche auch dort die Bewirtung übernehmen. „Wir verlassen uns auf die Kompetenz vor Ort, alles andere wäre töricht“, sagt Generalsekretär Wilhelm Krull. Sollte die Stiftung von der Stadt den Erbbauvertrag für das Grundstück bekommen, sei man froh, keine gastronomische Infrastruktur schaffen zu müssen. Grauwinkel und Althof wollen zudem die „Marke H errenhausen“ weiterentwickeln. Tagespakete mit Gastronomieangeboten in Zusammenarbeit mit der Tourismusgesellschaft gehören ebenso dazu wie ein Ausbau des Geschäfts mit Feiern und Veranstaltungen.

Mehr aus Hannover

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen